In der Atomruine von #fukushima gab es in den letzten Jahren immer wieder Lecks, die zum Ausfluss von radioaktivem Wasser führten. Nun sind rund 32 Liter radioaktives Abwasser ausgetreten. Dies berichteten die Medien und Berufung des Betreibers Tepco am Freitag.

In gleich drei Reaktoren des Atom­kraftwerks Fukushima Daiichi kam es nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März 2011 zur Kernschmelze. Radioaktive Stoffe wurden in großen Mengen frei, weite Gebiete mussten evakuiert werden. Mehr als 18.000 Menschen verloeren dabei ihr Leben.

Mittlerweile haben die Arbeiter begonnen das Leck wieder abzudichten. Ob das funktioniert, steht noch im Raum. Jedenfalls sollte es schnellstmöglichst abgedichtet sein, damit sich das Abwasser nicht noch mehr mit Regenwasser vermischt und sich weiterverbreitet.

Bei Lecks aus der Vergangenheit wurde auch das Meerwasser verseucht. Dies ist bei dem aktuellen Leck noch nicht der Fall, kann aber durchaus noch passieren.

Noch immer Leben tausende von Menschen in Auffanglagern und hoffen, irgendwann in ihre Heimat rund um die Atomruine zurückkehren zu können.

Mittlerweile hat sich die Natur zumindest damit abgefunden. Dies ist allerdings keine so gute Nachricht für die Bewohner, denn die deutliche Zunahme der Wildtierpopulation könne die Rückkehr der Bewohner nach erfolgter Dekontaminierung erschweren, hieß es. #Wildschweine und Co. haben sich in großer Zahl rund um Fukushima niedergelassen. In der evakuierten Zone ist es leicht für Bären, Wildschweine und Co., Fressen zu finden, da alle Städte verlassen sind. Dieses Phänomen gab es nicht nur in Fukushima. Auch in Tschernobyl ist das gleiche Phänomen zu beobachten. Demnach ist die Säugetierdichte im 4200 Quadratkilometer großen Sperrgebiet inzwischen so groß wie in vier nicht verstrahlten Naturreservaten Weißrusslands. Die Zahl der Wölfe liege sogar mehr als siebenfach höher."Sehr wahrscheinlich gibt es inzwischen mehr Wildtiere um Tschernobyl als vor dem Unglück", schätzt Jim Smith von der University of Portsmouth in Großbritannien. Also hat nicht nur das Atomunglück von Tschernobyl, sondern auch das von Fukushima, der Population von Wildtieren einen Aufschwung gebracht.

 

Ob die Gebiete rund um Fukushima jemals wieder bewohnt werden können, bleibt abzuwarten. In dieser Zeit werden Lecks abgedichtet und Wildschwein und Co. betreiben Populationswachstum. #Atomkraftwerke