Die sogenannten "#reichsbürger" sehen #Deutschland als nicht souverän an. Sie nennen die Bundesrepublik unter anderem auch die "#brd gmbh". Ihr Weltbild beinhalte ein beträchtliches Gewaltpotenzial. Auch gab es bereits Fälle, in denen Reichsbürger sogar Schüsse auf Polizeibeamte abfeuerten.

Die „Reichsbürger“ lehnen das System der Bundesrepublik Deutschland komplett ab. Sie erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an und behaupten, in den Grenzen von 1937 des Deutschen Reiches zu leben.

Angriffe auf Behörden

Da das System der Bundesrepublik von „Reichsbürgern“ vollständig abgelehnt wird, bestehen auch keine Ambitionen, an Wahlen oder der demokratischen Willensbildung teilzunehmen. Hauptziel ist insbesondere die Verwaltung, sowie Behörden. Die Reichsbürger sprechen Behörden jede Zuständigkeit und Legitimation ab. Leiter von Behörden wurden sogar mit dem Tod bedroht.

Zudem stellen sich Anhänger der „Reichsbürger“-Bewegung eigene Kennzeichen, Ausweise, sowie sonstige Fantasie-Dokumente aus. Bürgermeister, Mitarbeiter von Kommunalverwaltungen, Polizeidienststellen oder Landtagsabgeordnete beschäftigen sie mit ausführlichen und seitenlangen Schreiben.

"Reichsbürger" zahlen keine Steuern oder Miete

Oft sehen sich Leute aus dem „Reichsbürger“-Mileu als autark lebende Selbstversorger. Zumeist weigern sie sich, Abgaben oder Steuern zu bezahlen. Sozialleistungen der Bundesrepublik werden jedoch i.d.R. nicht verweigert.

Bei vielen „Reichsbürgern" handele es sich um Bankrotteure. „Fast alle Fälle, die untersucht wurden, hatten schlichtweg Geldprobleme. Und weil sie ihre Gebühren oder Bußgelder nicht bezahlen wollen, wird behauptet, das deutsche Recht gelte für sie nicht.“, so Dirk Wilking vom Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung (RBB).

Auch seien viele „Reichsbürger" quasi unzurechnungsfähig, Wilking weiter. Da es aus ihren Reihen allerdings auch schon Todesurteile an Politiker oder Behördenleiter gegeben hat, ginge von ihnen ein Gefahrenpotenzial aus.

SEK-Einsatz wegen Reichsbürgern in Brandenburg

Ein Gerichtsvollzieher und ein Mitarbeiter eines Energiekonzerns riefen in Brandenburg die Polizei um Hilfe. Ein mehrfacher Familienvater, der aus dem „Reichsbürger-Mileu“ stammte hatte diese mit einem Messer bedroht. Die SEK-Beamten überwältigten den Mann.

Doch auch in Thüringen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Sachsen-Anhalt sind diverse Drohungen von „Reichsbürgern“ aktenkundig.

In Sachsen-Anhalt hatte es bei einer Zwangsräumung einer „Reichsbürger“-Wohnung einen Schusswechsel zwischen dem SEK und dem Wohnungsbesitzer gegeben. Nun beschäftigt sich sogar der Innenausschuss mit der Problematik.