Am 3. Oktober war es wieder soweit: Viele Moscheen in Deutschland öffneten die Tore, um Besuchern Einlass zu gewähren. Tagelang wurde geputzt und geschrubbt, gekocht, gebacken und gebraten, Ausstellungen vorbereitet und alles für die Besucher vorbereitet, um im allerbesten Licht zu erscheinen. Das Interesse nichtmuslimischer Besucher war stärker als je zuvor. Ihnen wurden Führungen durch die Moscheen und Podiumsdiskussionen zu den Thema Flüchtlinge, Dschihad und Rechte der Frau im #Islam geboten. Das Motto der diesjährigen Offenen Tür war "Migration: Herausforderung und Chance". Viele der Besucher nahmen dieses Angebot, eine #Moschee von Innen zu sehen, dieses Jahr zum ersten Mal an. 

Der Dialog zwischen den Religionen sei besonders wichtig, so sind sich die #Muslime einig, doch käme man nur selten in Kontakt. Deshalb sei solch eine Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Manche konnten sehen, dass nicht alle muslimischen Frauen in einer Moschee Kopftuch tragen, andere konnten sich über den Koran informieren. Besucher konnten über den IS sprechen und darüber, wie der Islam hochgepusht wird. Ein Gemeindemitglied antwortete ihm mit einem Zitat aus dem Koran:„die Christen sind euch am nächsten". 

Der Gemeindevorstand der Sehitlik-Moschee, Ender Çetin, räumt ein:„Die Konflikte und Vorbehalte werden größer. In den vergangenen Jahren haben wir immer mehr übereinander statt miteinander gesprochen.“ Deswegen seien Führungen ihr Sprachrohr. 

Hannovers Landesbischof Ralf Meister sieht in diesen alljährlichen Event das Zeichen, dass die Muslime Deutschland als ihre Heimat ansähen und sich um ein friedliches Miteinander bemühen würden. 

Ditib-Vertreter Altug sagte, dass Besucher nicht nur am Tag der Offenen Tür in den Moscheen willkommen wären, sondern an allen anderen Tagen ebenfalls, doch sei die Hemmschwelle für viele zu hoch, weshalb dieser Tag im Jahr so wichtig sei, um die Berührungsängste abzubauen. 

Nordrhein-Westfalens Integrationsminister Rainer Schmeltzer (SPD) ließ keinen Zweifel an seiner Einstellung:«Damit gehören die Muslime und mit ihnen der Islam zu NRW - wer das leugnet, ist einfach blind!»