Es geschah im Sommer 2015: ein Auto war in die Pinocchio Eisdiele in Bremervörde gefahren. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Drei #gaffer im Alter von 20, 26 und 35 Jahren sollen die Einsatzkräfte vor Ort massiv behindert haben. Sie wurden bei der Arbeit sogar angegriffen! Aus diesem Grund müssen sich die drei Männer jetzt vor Gericht verantworten.

Gegen Mohammed A. (20), Ezzedin A. (35) und Omar A. (26) läuft seit Donnerstag das Verfahren vor dem #amtsgericht in Bremerförde. Vorgeworfen wird ihnen seitens der Staatsanwaltschaft neben Bedrohung auch Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, sowie versuchte Nötigung.

Omar A. hielt sich laut Staatsanwaltschaft im abgesperrten Bereich der Unfallstelle auf. Dort soll er mit seinem Mobiltelefon Aufnahmen von der Bergung der Toten gemacht haben.

Angeklagte greifen Rettungskräfte und Polizisten an

Als die Rettungskräfte ihn aufforderten, dies zu unterlassen, soll er diese mit dem Tod bedroht haben. „Ich werde euch umbringen! Und Waffen holen!“, soll er gesagt haben.

Die Polizeibeamten, die ebenso an der Unfallstelle waren, erteilten Omar A. daraufhin einen Platzverweis. Beim Abführen soll dieser massiven Widerstand geleistet haben und Sätze wie „Ich hole meine Brüder und lasse euch zusammenschlagen!“, sollen laut Anklage ebenfalls gefallen sein.

Auch soll einer der Angeklagten einen Polizeibeamten in den Schwitzkasten genommen haben. Dabei soll er seine Hand auf Nase und Augen des Beamten gedrückt haben, wobei dessen Brille zerstört wurde.

Währenddessen soll Mohammed A. einem Feuerwehrmann einen Tritt in den Rücken versetzt haben. Hierbei erlitt dieser Quetschungen und Prellungen, so dass er für den Zeitraum von einer Woche arbeitsunfähig war.

Die Männer bestreiten die Vorwürfe

Die Angeklagten gaben an, sich an der Unfallstelle aufgehalten zu haben, weil sie den Besitzer der Eisdiele kennen. Sie wollten lediglich nachsehen, ob alles in Ordnung sei. Sie selbst sehen sich nicht als Gaffer.

Da einer der drei Angeklagten zur Tatzeit ein Heranwachsender war, wird die Strafverhandlung von einer Jugendrichterin geleitet. Das Strafmaß wird, nach der Einschätzung des Amtsgerichts Direktors, Helmut Claudé, nicht höher als zwei Jahre ausfallen.

Bei dem Autounfall war eine 60-Jährige Fahrerin mit ihrem Mercedes an einer Kreuzung frontal und ungebremst in die Eisdiele gefahren. Ein zwei Jahre alter Junge, sowie ein Mann (65) kamen dabei ums Leben. Sechs Menschen wurden verletzt. Auch die Fahrerin des Wagens steht wegen fahrlässiger Tötung, sowie fährlässiger Körperverletzung am 17. November vor dem Amtsgericht. #Angriff auf Polizisten