Seit Jahren hält die städtische Sara-Nussbaum Kita in Kassel schon keine Weihnachtsfeiern mehr für die Kinder ab. Es wird zwar noch Weihnachtliches gebacken und gebastelt, aber es werden keine Weihnachtslieder gesungen, es gibt kein Krippenspiel, keine Weihnachtsgeschichte und natürlich auch keinen Christbaum.

Nun haben sich die Eltern der wenigen deutschen Kinder an die Presse gewandt, um dies öffentlich zu machen, da sie der Meinung sind, es gehöre zur Integration, die Kultur der neuen Heimat kennen zu lernen. Die Kita begründete den Ausfall der #Weihnachtsfeier damit, dass die Mehrheit der Kinder einer anderen Religion als der christlichen angehörten. Die Stadt Kassel, Träger der Kita, gab bekannt, dass dies nicht mit der Stadtverwaltung abgesprochen sei und auch nicht der Haltung der Stadt entspräche. Weihnachten zu feiern sei selbstverständlich ein fester Bestandteil in städtischen Kitas. 

Da in der Sara-Nussbaum-Kita sehr viele muslimische Kinder sind, müssen die Erzieherinnen darauf achten, dass Pausenbrote nicht mit christlichen Kindern getauscht werden, damit sie kein Schweinefleisch zu essen bekommen. Auch beim Mittagessen wird kein Schweinefleisch mehr serviert. Ob auch darauf geachtet werden muss, dass vegetarisch ernährte Kinder ihre Brote nicht gegen andere mit Wurstbelag tauschen und beim Mittagessen gänzlich auf Fleisch verzichtet wird, damit sie nicht versehentlich etwas davon essen, ist nicht bekannt. 

Diese große Rücksichtnahme auf andere Religionen ist kein Einzelfall. 

Die Graf-Konrad-Grundschule in Dortmund-Eving bat die Eltern christlicher Kinder, aus Rücksicht auf die muslimischen Schüler bei Pausenbroten auf Schweinefleisch zu verzichten. Auf Schulfesten gab es ebenfalls keine Schweinefleischprodukte. Das muslimische Opferfest ist ein schulfreier Tag, aber nur für die muslimischen Kinder, die christlichen müssen zum Unterricht. An Weihnachten ist es jedoch nicht umgekehrt. Nun hat die Schule das Ramadan-Fest zur Pflichtveranstaltung gemacht. Ein Protest von Eltern und Aktivisten wurde durch herbeigerufene Polizei mit der Begründung "es bestünde Gefahr für die öffentliche Ordnung" aufgelöst.

In Frankreich sieht man es anders. Nicolas Sarkozy sagte in einem Fernsehinterview, dass das "Prinzip der Laizität“, also der strengen Trennung von Kirche und Staat, verbieten würde, das Schulmenü religiösen Vorschriften anzupassen. #Islam #Religion