Was ist denn in Berlin wieder los?

#Berlin hat wieder einen Knall. Das geht ja schon einige Jahre so - mal im Wedding, Pankow, mal in Kreuzberg, aktuell in #Steglitz. Aus dem Stadtpark soll der nächtliche Rumms kommen, meinen Anwohner zu wissen. Immer spät in der Nacht.

Selbst hatte ich das vor Jahren in Bernau erlebt, wo Spaßvögel regelmäßig mitten in der Nacht offensichtlich Böller auf einem Brachgelände zündeten. Das war schon ein ordentlicher Knall. Aber nun in Steglitz ist es nach Zeugenaussagen noch lauter.

Als es im Wedding nachts krachte, berichteten die Medien bereits ausführlich, mit einem gewissen amüsierten Unterton. Für die Betroffenen war es aber weniger lustig, besonders wenn man am nächsten Tag arbeiten mußte.

Viele Theorien und gar Verschwörungstheorien wurden aufgestellt. Defekte Bahnschienen, Bauarbeiten, randalierende #Autonome, die gegen Luxussanierung protestieren und potentielle Interessenten abschrecken wollen usw. - ermittelt hat man nichts.

Dabei erinnern die letzten Explosionen mehr an eine Bombe, als an einen Polenböller. Deshalb wurden die Behörden eingeschaltet. Auch ohne Ergebnis.

Ähnlich wie zu den weltweiten Brummgeräuschen (Strange Sound-Phänomen), rätselt man herum. 

Im Web gibt es skurrile Erklärungsversuche: Für die Elite würden unterirdische "Bunker" gebaut - etwa.

Was aber kaum bekannt ist: In Berlin steht einer der stärksten Laser der Welt. Die großkalibrige Kanone namens Teramobile-Femtosekundenlaser (siehe dazu Welt.de: "Ein Donnerwetter auf Knopfdruck") ssteht am Institut von Professor Ludger Wöste an der Freien Universität Berlin. Die Lichtkanone, die in einem mobilen Container untergebracht ist, feuert infrarotes Licht mit vier Terawatt – das ist die Leistung von mehreren tausend großen Kraftwerken. Welche Geräusche das Ding wohl macht, wenn man damit herumspielt? Aber sicher arbeitet der Professor nicht nachts!

Oder hat sich ein Spaßvogel aus dem Rheinland eine Weinbergkanone mitgebracht, mit der man in den Weinbergen Vögel verscheucht - laut genug sind die Dinger!

Im Gegensatz zu den Explosionsgeräuschen im Wedding 2014, spürt man nun aber eine Veränderung bei den betroffenen Bürgern. Denn immerhin wurden wir durch eine angespannte Terrorlage eben doch "verunsichert", was Minister Maizière eigentlich verhindern wollte - sie erinnern sich?

Ein harmloser Koffer sorgt heute für einen SEK - Sondereinsatz mit weiträumigen Sperrungen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Bürger diesmal schon verängstigt sind. Medien und Behörden sehen die seltsame Angelegenheit offensichtlich gelassen bis amüsiert - was die Berliner dann wiederum doch hellhörig werden lassen sollte ;-)

weitere Artikel von Autor Frankenberger

Welteit leiden Kinder unter verschmutzter Luft

Gefahr durch Social Media Foren?