Weihnachtseinkäufer sollten jetzt besonders vorsichtig sein, denn die Zahl betrügerischer Webseiten hat massiv zugenommen.

Vor Weihnachten sind die Schnäppchenjäger wieder unterwegs. Der Onlineeinkauf scheint dafür wie geschaffen. Er geht schnell, man kann sich die Produkte in Ruhe anschauen, den Kauf bequem abwickeln und bekommt die Ware bald nach Hause geschickt – ohne einen Fuß vor die Tür zu setzen. Doch immer häufiger trifft nach erfolgter Zahlung kein Paket ein. Irgendwann dämmert es den Betroffenen, dass sie auf einen Betrüger hereingefallen sind.

Onlinebetrüger werden raffinierter

Man kann nicht unbedingt sagen, dass die Kunden besser hätten hinschauen müssen. Fake-Shops sind oft so raffiniert gemacht, dass man sie so gut wie gar nicht von einem seriösen, edlen Onlineshop unterscheiden kann. Wer vertraut, zieht dann den Kürzeren. Fake-Shops gibt es für alle Produkte. Ob Klamotten oder Schmuck, Technik oder Medikamente, selbst Konzerttickets für bekannte Musiker wie etwa die Kelly Familiy versuchen Betrüger an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Das Geld ist weg, die Tickets kommen nie. Mit einer Entschädigung, wie sie Ex-Wrester Hulk Hogan einstreichen durfte, kann hierzulande keiner rechnen.

Da muss doch etwas faul sein

Manchmal reicht schon der gesunde Menschenverstand, um zu merken, dass hier etwas nicht stimmen kann. Einige Preise sind so unrealistisch niedrig, dass das einfach nicht wahr sein kann. Der Händler bietet ein fast neuwertiges #iPhone 6 für 250 Euro an? Selbst bei knappster Kalkulation sind solche Preise nicht zu halten. Doch häufig hat der Verstand nichts mehr zu melden, wenn wir ein Riesenschnäppchen wittern.

Ein Blick ins Impressum entlarvt

In Deutschland muss jede Webseite ein Impressum haben. Geben Sie den Namen des Shops einfach in die Suchmaschine ein. Ist er unseriös, erscheinen oft schon auf der ersten Seite Warnhinweise. Ein Blick in die Adresszeile kann Aufschluss geben, denn die URLs von Fake-Shops wirken häufig sonderbar. Sie haben Ähnlichkeit mit der Original-Website, aber meist untypische Endungen. Mitunter wird der Markenname in eine längere Zeile eingebunden, die fremd erscheint. Auch die Artikelbeschreibungen geben Hinweise auf mögliche Betrüger. Wimmelt es zum Beispiel voller Rechtschreib- und Grammatikfehler, wurde aller Wahrscheinlichkeit nach ein Übersetzungsprogramm verwendet und der Betreiber sitzt im Ausland.

Haben Sie den Verdacht, auf einen Betrüger hereingefallen zu sein? Die polizeiliche Kriminalprävention des Bundes gibt gerne Auskunft. Auch ein Anruf bei der Verbraucherzentrale kann weiterhelfen.

Keine Bestellung auf Rechnung?

Bietet der Händler keine Bezahlung per Rechnung an, ist höchste Vorsicht geboten. Ein seriöses Unternehmen hat dies nicht nötig. Jetzt sollten Zweifel an der Echtheit des Shops aufkommen. Auch Zahlungsdienste wie Western Union, Ukash oder paysafe weisen auf bedenkliche Webseiten hin, denn der Kunde kann den Empfänger nicht mehr nachvollziehen. Schützen Sie sich generell vor Spontankäufen. Gerade bei Onlinegeschäften sollte man in Ruhe überlegen, ob der Preis wirklich zum Produkt passt. Dann gibt es auch beim Weihnachtsshopping keinen Frust.

Bild: pixabay.com/de #Internetbetrug #Schnäppchen