„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ (Werner Heisenberg, Nobelpreis für Physik)

Die zentrale Frage, die den denkenden Menschen immer schon beschäftigte, fokussiert auf die Sinnhaftigkeit des Seins. Steht hinter meinem Leben eine determinierende, göttliche Absicht? Und wenn ja, könnte ich je in der Lage sein diese für mich unbekannte Absicht zu ergründen und mein Leben nach dieser Erkenntnis zu gestalten?

Quantenphysik und Spiritualität

Die großen Weltreligionen geben zwar Antworten auf die Sinnfragen des Lebens und bieten somit den Gläubigen einen sicheren Rahmen zur Orientierung. Die Beweislage jedoch für die Existenz Gottes liefert hierbei im besten Fall das innere Erleben des Individuums - im schlechteren die kritiklose Übernahme der alten dogmatischen, kirchlichen Traditionen. Doch nun sollte die Existenz einer höheren Macht nicht mehr nur auf das subtile Empfinden des Menschen beschränkt bleiben, sondern zu einer Sache des Verstehens werden! Und genau zu diesem Verständnis tragen die bahnbrechenden Entdeckungen der modernen wissenschaftlichen Disziplinen bei. Ob Biochemie, Physik oder Psychologie - durch die Resultate der aktuellen Forschungen wurde das alte materielle Weltbild in seinen Grundstrukturen erschüttert. Ein wenig süffisant könnten wir jetzt denken, dass Gott einen gewissen Hang zum Humor besitzt, denn ausgerechnet die modernen Naturwissenschaften, die ja auf dem Boden des atheistischen Materialismus fußen, die eindeutigsten Beweise für die Existenz einer allumfassenden, schöpferischen Kraft erbringen. Wie hat es Max Planck, der Gründervater der Quantenphysik, so wunderbar formuliert? „Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Alls zusammenhält. (…) so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewußten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare, aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche - denn die Materie bestünde ohne den Geist überhaupt nicht - , sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist ist das Wahre!“

Die moderne Quantenphysik beweist also eindeutig, dass die Materie nichts anderes ist, als verdichtete Energie. So was wie ein kleinstes feststoffliches Teilchen, das in seiner Struktur nicht weiter zerlegbar ist, gibt es nicht! Vereinfacht gesagt, besteht alles Sichtbare aus Frequenzen, Resonanzen, elektromagnetischen Wellen, die in Wechselwirkung und Informationsaustausch miteinander stehen. Alle Erscheinungen der Natur sind durch unsichtbare feine Energiefelder, sogenanntes morphogenetisches Feld oder Matrix, miteinander verbunden. Wie dies Heisenberg formuliert:„Alle Elementarteilchen sind aus derselben Substanz, aus demselben Stoff gemacht, den wir nun Energie oder universelle Materie nennen können; sie sind nur verschiedene Formen, in denen Materie erscheint.“

Aber die wundersamste Feststellung im Zusammenhang der Quantenphysik ist die folgende: Die kleinsten Energie-Elementarteilchen treten erst nur dann in eine konkrete Aktion und nehmen nur dann bestimmte Eigenschaften an, wenn der Beobachter seine Aufmerksamkeit während einer Messung auf sie fokussiert. Das bedeutet, der Mensch gestaltet durch seine Gedanken das Verhalten der Elementarteilchen mit! Lassen wir es wieder mit Heisenbergs Worten sagen: „Die Quantentheorie läßt keine völlig objektive Beschreibung der Natur mehr zu. Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern eine von uns gestaltete Wirklichkeit.“ Also sind wir nicht nur passive Beobachter unserer Umwelt sondern sogar aktive Mit-Schöpfer! Ist das Resultat dieser unglaublich spannenden Entdeckung sinngemäß nicht völlig synchron mit der Aussage der Genesis: „So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie“? #Forschung #Wissen #Glaube