Am 13. November 2015 prallte der islamitische Terror in ungeahnter Wucht auf Paris. Während sich die deutsche und französische Nationalmannschaft im Stade de France versteckten (in der Nähe des Stadions gab es Anschläge), ermordeten selbsternannte Gotteskrieger 130 Menschen in der französischen Hauptstadt. Allein in der Konzerthalle Bataclan starben bei einer Geiselnahme 90 Menschen.

Seither war die Konzertbühne vor allem wegen Renovierung geschlossen. Aber die Eigentümer räumen ein, dass sie auch nicht allzu schnell wieder eröffnen wollten. Samstag wird nun wiedereröffnet. Und nicht zufällig einenTag vor dem ersten Jahrestag des Horrors des 13. November.

Die Furcht der Musiker

Auf der Bühne wird niemand geringerer als Weltstar Sting stehen. Viele Stars hatten abgesagt, weil sie sich unsicher fühlen an dieser Massaker-Stätte. Das ist der Grund, warum bis März 2017 nur 17 Konzerne vorgesehen sind. Durchaus mit großen Namen: Marianne Faithfull, Pete Doherty, Yousou Ndour oder Nael Naim.  

Warum spielt ausgerechnet #sting  zur Eröffnung des #Bataclan? "Erstens, um an die Opfer zu erinnern, die im Bataclan ihr Leben verloren haben",  sagt der britische Musiker. "Und zweitens, um die Musik und das Leben zu feiern, wofür das Bataclan bekannt ist." 

Er hofft, den Respekt vor den Toten und das Feiern der Lebensfreude vereinbaren zu können. 

Opferfamilien als Ehrengäste

Die Karten für das Konzert am 12. November waren innerhalb einer Stunde verkauft im Internet. Wahrscheinlich wären sie in einer Minute verkauft wurde, wenn das technisch möglich wäre.  Allerdings dürften nicht sehr viele Karten auf den freien Markt gekommen sein. Denn das Bataclan lädt die Familien der Terroropfer ein. Je nach Interpretation können das bis zu tausend Menschen sein. Und das Bataclan fasst nur 1500 Zuschauer. 

Sting kennt das Bataclan noch von seiner Zeit mit Police: Sie spielten 1979 in dem traditionsreichen Konzerthaus. Am Samstag spielt er ohne Gage. Die Einnahmen gehen an zwei Pariser Opfer-Vereinigungen. #Terrorismus