Heute um 12 Uhr (Highnoon), 24.11.2016, verhandelt die 2. Zivilkammer des Landgerichts Essen im Fall des peruanischen Bergführers und Kleinbauers Saul Luciano Lliuya gegen #RWE.

Luciano Lliuya ist extra angereist und wird selbst vor Gericht erscheinen, um zu erreichen, dass der Energiekonzern Schutzmaßnahmen vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat zum Teil bezahlt.

David gegen Goliath

Wie das ausgeht, haben wir schon zahlreich gesehen. Die finanzstarken Strategen ziehen solche Verfahren über Jahre hin, bis der Kläger entnervt, pleite oder verstorben ist. Sonst hätten zahlreiche Klagen diverser Umweltschutzorganisationen bereits mehr gebracht.

Manchmal hilft man auch mit Drohungen nach, falls Geldspenden nicht fruchten. So hat man Atomkraftkritiker bis in die Nähe von Staatsfeinden gerückt und bestimmte Umweltschützer diffamiert man eben als Nazi! Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Den deutschen Dieselfahrzeugbesitzern wird es wie Hohn im Ohr klingeln, werden sie doch anders als die Geschädigten in den USA behandelt - bekommen nichts. Diejenigen, welche die Stickoxide einatmen müssen, bekommen sowieso nichts - Pech gehabt - wer erkrankt, steht mit dem Leid und den Kosten alleine da. Zumal bestimmte Umweltkrankheiten heute als "psychisch" in die Klapsmühlenecke gestellt werden.

Das geht leicht, weil man etwa bei der schmerzhaften Fibromyalgie keine Erreger im Blut findet, falls es sich um Nanopartikel unter 2,5µm handelt. Erregerlose Schnupfen können ja ohnehin nur "psychisch" bedingt sein.

Jedenfalls müssen die Richter die Klage abweisen, weil man sonst eine regelrechte Flut an Forderungen auslösen könnte. Denn nicht nur RWE haben einen Anteil an der Erderwärmung, sondern besonders Flug- und Schiffsverkehr, bei welchen Umweltschützer schon lange strengere Auflagen und Klimaabgaben verlangen.

Bei AIDA etwa sorgt die ehemalige Umweltaktivistin und EX-Ministerin Monika Griefahn gut bezahlt für frische grüne Luft. Da hat es sich also gelohnt, dass sie sich als junge Aktivistin an Schiffe gekettet hat!

Ausgerechnet RWE nun für das Schmelzen der Andengletscher verantwortlich zu machen, das wird wohl nix. #Klimawandel ist zwar auch "anthropogen" verursacht, aber das können Richter bei bestem Wissen und Gewissen nicht einer bestimmten Klientel zuordnen. Unwetter und Umweltschäden gelten als "schicksalhafte Ereignisse". Da muss man schon ganz genau als Täter ermittelt werden, wie etwa bestimmte Autohersteller. Und dann wird es aber teuer! Werden Politiker, welchen man offen " Kumpanei" vorwirft gleich mit verurteilt? Gut, wenn man sich hinter die Mauer des NICHTWISSENS flüchten kann: plausible deniability nennt man das.

Immerhin haben namhafte Politiker und Umweltschützer das rechtliche Problem erkannt, was sich bereits bei der UN ENMOD-Konvention abgezeichnet hat: Es fehlen Gesetze - etwa für mutwillige Umweltzerstörung, wie wir sie seit dem Vietnamkrieg so erschreckend zur Kenntnis nehmen mussten. Auch die 31 000 Urangranaten, die während des Jugoslawienkrieges mitten in Europa verschossen wurden, sind rechtlich nicht zu belangen, besonders dann, wenn bestimmte Länder Internationale Gerichtshöfe erst gar nicht anerkennen!

Die Aktion END ECOCID ON EARTH mit dem Ziel

Let’s get Environmental and Climate Justice now!

hat zum Ziel, hier rechtliche Grundlagen zu schaffen. Europaweit hat die Aktion zehntausende Unterstützer - aber leider werden wir auch bei Luciano Lliuya wieder sehen

Geld regiert die Welt!

Immerhin wird die Öffentlichkeit wieder einmal auf das Thema aufmerksam. Für uns Umweltschützer werden nach solchen Ereignissen die Zeiten immer schwer, weil die entprechenden Lobbyseilschaften Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um von sich abzulenken! Bundesweite Artikelfluten der Lohnschreiber in die Gegenrichtung werden los getreten - achten Sie mal drauf! #Peru