Gemeint ist die #Gottesanbeterin, die von den immer wärmeren Temperaturen bei uns profitiert.

Das grünliche, grazile und oft andächtig wirkende Insekt kann sich innerhalb von Millisekunden ihrer Beute bemächtigen. Dazu setzt es einen überraschenden Fangschlag ein, den größere Vertreter ihrer Art sogar gegen kleine Vögel, Eidechsen und Mäuse richten.

Aber nicht nur ihre Schnelligkeit hilft der Gottesanbeterin, erfolgreich zu jagen und sich weiter auszubreiten: Es gibt gleich drei weitere Tricks, die das Tier gekonnt einsetzen kann:

  • Dank ihrer geschickten Tarnung als Grashalm oder Ast, ist die Gottesanbeterin nämlich kaum sichtbar.
  • Dazu kann sie mit ihren großen Facettenaugen ihre Umgebung 20 Meter weit stereoskopisch erkennen.
  • Und schließlich einzigartig ist auch ihre Fähigkeit, den Kopf um 180 Grad zu drehen.

So besitzt die Gottesanbeterin gleich ein Arsenal an Möglichkeiten, mit denen sie andere Tiere überrumpeln und in die „Zange“ nehmen kann. Ansonsten fliegt das mit Kakerlaken verwandte Insekt auch gerne mal durch die Luft, wo es sich jedoch vor den Fledermäusen in Acht nehmen muss, die es wiederum auf sie selbst abgesehen haben.

Besonders auf der Hut müssten eigentlich die männlichen „Gottesanbeter“ sein, denn vielen von ihnen wird während der Begattung der Kopf abgetrennt und aufgefressen. Für den Menschen sind die #Fangschrecken dennoch völlig harmlos. Ansonsten hätte man ihnen wohl auch einen anderen Namen geben müssen. Den haben die Gottesanbeterinnen übrigens ihren langen Fangarmen zu verdanken, die sie oft so halten, als würden sie beten.

Wer also in Zukunft mal einem dieser bemerkenswerten Exemplare begegnet, sollte sich nicht fürchten, sondern das Insekt als eine Besonderheit und Bote der Klima-Erwärmung betrachten.

Keinesfalls darf man das Insekt umbringen, denn trotz allem steht es noch immer auf der Roten Liste der streng geschützten Arten. Wenn Gottesanbeterinnen bei uns also noch häufiger werden, sollte man diesen Umstand nutzen, und respektvoll deren lauernde und stille Anmut bewundern. Und sie am Leben lassen. Weniger Unterstützung für Umwelt- und Naturschutz.

Welche anderen Arten in den kommenden Jahren außer "Mantis Religiosa" (wissenschaftlicher Name) noch in Deutschland zahlreicher werden, ist allerdings noch nicht ganz abzuschätzen. Auch nicht, welche Spezies völlig neu auftauchen werden. #Klimaerwärmung