#Anis Amri ist tot. So lautet die Meldung des Generalbundesanwalt Peter Frank. Der Mutmaßliche Attentäter, der am Montag mit einem LKW in Berlin in einen Weihachtsmarkt gefahren und mehrere Menschen auf dem Gewissen hat, wurde in der Nacht des 23. Dezembers in Mailand erschossen.

Amri hat zuerst das Feuer eröffnet

Der italienische Innenminister hatte sich schon zuvor an die Medien und die Bevölkerung gewandt. Gegen 3:00 Uhr morgens geriet Amri dann in eine reine Routinekontrolle von Polizisten, die seine Papiere verlangten. Auf diese Aufforderung hin zog der flüchtige Tunesier eine Pistole aus seinem Rucksack und begann "ohne zu zögern" auf die Beamten zu schießen.

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Ein Polizist wurde bei dem Schusswechsel leicht verletzt. Amri hingegen kam bei der Schießerei ums Leben.

Durch Fingerabdrücke identifiziert

Minniti, der italienische Innenminister betont, dass "nicht der Schatten eines Zweifels" besteht. Durch seine Fingerabdrücke wurde Amri identifiziert. So wurde zwar der Attentäter von Berlin gestoppt, jedoch ist der Fall noch nicht geschlossen. Neue Ermittlungen gehen in Richtung der Mitwisser und Hintermänner Amris, damit auch diese zur Rechenschaft gezogen werden können.

Durch den Fall werden nun Gesetzesänderungen geprüft

Terrorismus ist schon länger ein Thema in der Poltik. Durch die jüngsten Ereignisse jedoch scheint sich etwas zu ändern. Es sind viele offene Fragen, die dieser Fall hinterlassen hat. Schließlich sei "Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat, unsere Werte, unsere Menschlichkeit der Gegenentwurf zum hasserfüllten Weltbild des Terrorismus", so Kanzlerin Merkel.

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Letzenendes ist es die oberste Priorität des Staates, das Land und die Bevölkerung zu schützen.

Die Frage nach der Flucht des Attentäters

Laut Informationen von Alberto Nobili, dem Antiterrorchefs in Mailand, soll der Tunesier mit dem Zug geflohen sein. Er kam über Frankreich nach Italien. Er reiste von Chambéry über Turin und von dort aus nach Mailand. Gegen 1:00 Uhr erreichte Amri den Hauptbahnhof und begab sich weiter zum Bahnhof Sesto San Giovanni. Von dort aus betrat der 24 jährige den Platz des 1. Mai, wo er in die Kontrolle gerat.