Hommage an eine Umweltschützerin

Gut fünfundzwanzig Jahre ist es her, als ein zwölfjähriges Mädchen namens Severn Suzuki (später Cullis-Suzuki) eine herzergreifende Rede über den damaligen Zustand der Erde und die verheerenden Folgen der Umweltzerstörung bei der ersten Konferenz der Vereinten Nationen über #Umwelt und Entwicklung hielt.

Wer ist dieses Mädchen?

Severn Cullis-Suzuki ist in Canada geboren. Bereits als Neunjährige gründete sie in ihrer Grundschule einen Club, der sich mit den Problemen des Umweltschutzes beschäftigte. Drei Jahre später erhielt sie die großartige Möglichkeit durch eine Spenden-Aktion ihres Clubs zusammen mit einigen anderen Kindern an der ersten Konferenz der Vereinten Nationen im Jahre 1992 in Rio de Janeiro teilzunehmen.

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Mit ihrer leidenschaftlichen Rede über das Aussterben verschiedener Tierarten, die Verschmutzung der Lebensräume, Kinderarmut und die Ausbeutung der Ressourcen, appellierte sie nicht nur an den Verstand der erwachsenen Teilnehmer, sondern auch an ihr Herz: "Sie wissen nicht wie die Löcher in unserer Ozonschicht zu beheben sind. Sie wissen nicht wie man Lachse in einem toten Fluss ansiedeln kann. Sie wissen nicht wie man ausgestorbene Tiere wiederbelebt. Und Sie können die Wälder nicht zurückbringen, die einst dort standen wo jetzt Wüste ist. Wenn Sie nicht wissen wie man die Schäden repariert, dann hören Sie damit auf, weiter Schäden zu verursachen!"

Ihr emotional ergreifender Auftritt wurde mit großem Jubel aus der Runde der Politiker begrüßt und war sicherlich in Severns Leben ein wichtiger erster Schritt auf ihrem erfolgreichen beruflichen Werdegang.

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Der dadurch erreichte Bekanntheitsgrad fungierte als Türöffner in ihrer späteren Arbeit als weltweit anerkannte Umweltaktivistin und - unter vielen anderen Tätigkeiten - als Botschafterin für die Weiterentwicklung der Earth Charter (Projekt für nachhaltige Entwicklung).

Was bewirkte Ihre Rede?

Wenn man diesem dramatischen Appell zuhört, denkt man gar nicht daran, dass dieser Vortrag bereits im Jahre 1992 stattfand. Denn traurigerweise hat die Aktualität der besagten Missstände im letzten Vierteljahrhundert keinesfalls an Gewicht verloren. Im Gegenteil! Nicht nur, dass in den Bereichen Umweltschutz, Klimawandel, Armut keine wesentlichen Verbesserungen stattfinden konnten: Die Gesamtsituation auf unserem Planeten hatte sich leider eher verschlechtert. Als Severn im Jahre 2012 erneut an der Konferenz der Vereinten Nationen teilnahm, musste sie schlussfolgern, dass die gewünschten Ziele zum Stoppen der Ausbeutung der Natur und der Menschen durch die grenzenlose ökonomische Globalisierung nicht erreicht werden konnten.

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Dennoch sollten wir positiv unserer Zukunft entgegenblicken, denn es ist nach wie vor in unseren Händen, wie wir die Umwelt gestalten, indem wir auch unsere Selbstverantwortung erkennen. Denn schon mit kleinen Beiträgen in unserem eigenen Umfeld können wir einiges zur Erhaltung unseres schönen Planeten tun und den Kindern eine lebenswerte Zukunft sichern.

Wie es Severn Cullis-Suzuki selbst mal sagte: „ (…) Wir haben es vor zwanzig Jahren nicht geschafft. Wir müssen es jetzt hinkriegen!“ #Wirtschaft #Meinung