Mitten in der saudischen Wüste, nur eineinhalb Stunden Fahrzeit von Riad entfernt, liegt die größte Kuhfarm der Welt, die Safi Farm. Wer hätte das gedacht.

Der Wasserverbrauch ist gigantisch, für einen Liter Milch benötigt man hunderte Liter Wasser, weil die Tiere bei Hitze über 27 Grad automatisch mit Wasser besprüht werden müssen.

Obwohl es auch in der Wüste riesige Agrarflächen gibt, ist der Futtermittelbedarf für solche Megaställe gigantisch. 50 kg Spezialfutter frisst jede Kuh täglich. Da mischt man schon einmal einen Brei aus Cornflakes und anderen Kraftfuttern zusammen.

Gigantische Flächen werden in den USA und Afrika angekauft, um Futtermittel für die Kühe zu erzeugen, was besonders in den USA für erhebliche Verstimmung unter den Farmern gesorgt hat - leidet doch Kalifornien auch unter Trockenheit und #Wassermangel.

Aber wo kommen die riesigen Wassermengen her?

Der Wüstenstaat liegt eigentlich auf einem der größten unterirdischen Wasserreservoirs der Welt. Allerdings wurden die in Jahrtausenden gewachsenen Wasserspeicher innerhalb nur einer Generation zu mehr als vier Fünftel geleert.

Was nun?

Der saudische Nahrungsmittelkonzern Almarai, 1977 zusammen mit irischen Geschäftsleuten gegründet, soll insgesamt 160 000 Kühe in der Wüste halten, deren Milch gleich vor Ort verarbeitet wird. Die Zugangskontrollen sind streng - man kommt nicht so ohne weiteres hin.

Strom und Wasserversorgung dürfen niemals ausfallen, es würde sofort eine Katastrophe auslösen, weil die Menge an Tieren niemals per Hand gemolken werden könnte.

Wasser in diesen Mengen ist natürlich ein Problem. Noch dazu in der Wüste. In der 4,6 Millionen Metropole Riad gehören Wassertankfahrzeuge auch zum Alltagsbild. Sie fahren Wasser zu den Häusern. Es ist üblich, Wasser in die Zisternen auf dem Dach zu pumpen. Riad hat zwar ein Wasserleitungssystem, das aber nur unregelmäßig funktioniert. Damit etwa Händewaschen nicht zu einer teueren Angelegenheit wird, holt man große Mengen Wasser aus dem Meer - mit gewaltigen Entsalzungsanlagen wird es aufbereitet. Was zunehmend teurer wird, weil das Meerwasser verdreckt und stark ölhaltig ist.

Kein Wasser rauscht mehr zwischen den Palmen, die meisten Quellen Taymas sind versiegt. Nicht nur hier, allen Oasen der Arabischen Halbinsel droht dieses Schicksal. Schuld daran hat die verheerende Politik des Königshauses, das seine wichtigsten Naturschätze jahrzehntelang verschwendete. Deswegen steuert das Land auf eine gewaltige Krise zu. Die könnte für die Region und die Weltsicherheit verheerende Konsequenzen haben.

Früher hatte man in manche Gegenden nur alle neun Tage Wasser gepumpt, damit die Menschen ihre Zisternen füllen konnten. Heute alle drei Tage - wer mehr braucht, muss den Tankwagen kommen lassen.

Dabei verbrauchen Privat und Industrie nur 15 - 20 % des Wasserbedarfes. Der Rest geht in die Landwirtschaft!

Seit einiger Zeit hören wir nun aber, dass es durch den "#Klimawandel" zu Regenfällen mit Überschwemmung in den Wüstenregionen kommt. Gerade hat es in der Wüste wieder geschneit

Noch 1976 hatte sich die UNO mit der ENMOD-Konvention dazu Gedanken gemacht, denn damals schon hat man die Gefahr gesehen, dass bestimmte Möglichkeiten der Wetterbeeinflussung reiche Länder ausnutzen könnten, um sich genug Regenwasser zu verschaffen - zum Nachteil der ärmeren Länder. Auch die enormen Bodenschätze der Arktis wären ohne Eis profitabel zu fördern. So sieht man nun, wie der Klimawandel für manche Länder auch Vorteile haben kann und solche "Klima-Vereinbarungen" überflüssig macht!

An den Unruhen in Syrien, die dann zum Krieg führten, war der Klimawandel nicht ganz unbeteiligt, weil Assad offensichtlich seine Gefolgsleute einseitig unterstützte - also die großen Agrarbetriebe.

Sollte sich der Wassermangel auf der arabischen Halbinsel entsprechend verstärken und für Verwerfungen sorgen, dann könnte es auch dort zu Chaos kommen. #Saudi Arabien