Was sind die "#Brights"? Ich sprach dazu mit dem ehemaligen sowjetischen Funktionär Dmitri Aslanov (83). Er forschte in der UdSSR zu Einflussgruppen. Hier geht es zu Teil 1. Heute erscheint der 2. Teil des Gespräches mit ihm.

Sergej: Sie haben eben etwas sehr Bemerkenswertes getan und so umstrittene Sekten wie Scientology abgetan als harmlos im Vergleich zu den Brights. Das wundert mich.

Dmitri: Natürlich sind diese Leute auch nicht ohne. Ich möchte mich nur nicht mit dieser Kapitalistengruppe aufhalten. Es steht außer Frage, dass diese Leute keine Lämmer sind. Aber da kenne ich ganze Weltreligionen, die keine Lämmer sind.

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Mich bekümmert diese US-Gruppe nicht, weil nach meinem festen Eindruck deren Spitze hinter Geld herheischt und das Fußvolk eigentlich wissen könnte, mit wem sie es zu tun haben. Ein Geheimnis ist das nicht, oder? Jeder ist sein Glücksschmied. Sagt man das nicht so auf Deutsch?

Sergej: Fast. Ich verstehe aber immer noch nicht, was die Brights besonders macht.

Dmitri: Weißt Du, Junge, wann Du es mit einem Bright zu tun hast? Wann Du Dich in ein von Brights durchsetztes Umfeld begibst? Wann eine wissenschaftliche Erkenntnis von einem Bright verändert wurde? Nein! Siehst Du! Hier liegt das Problem. Einer Sekte tritt man bei, weil mein eine krumme Psyche hat oder Probleme mit dem Geist. Zu den Brights brauchst Du nicht zu gehen. Sie kommen zu Dir!

Sergej: Das tun die Zeugen Jehovas doch auch!

Dmitri: Du verstehst immer noch nicht! Die Brights, ebenso wie ihre Verbündeten, gewisse Teile der Humanisten, die Atheisten und noch üblere Gesellen, all diese unterwandern Wissenschaften und Gesellschaft.

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Das sind Menschen auf einer rationalistischen Mission, fanatisch, unbelehrbar.

Sergej: Was soll an Rationalität schlimm sein? Ich mag selbst gerne das Übersinnliche, aber Rationalität ist doch etwas Gutes?

Dmitri: Schau, gibt es außerhalb der Mathematik endgültige Wahrheiten? Nein! Aber die Brights glauben daran. Das ist Aberglaube, das macht sie so gefährlich, ganz abgesehen von der Problematik, daß sie als konspiratives Netzwerk agieren. Sie wollen die Welt naturalisieren. Sie sind materialistischer als Marx und Lenin es wünschten. Die Religion in ihrer damaligen Funktion als Opium für das Volk auszuschalten, das ist marxistisch-leninistisch. Alles noch Unerklärte zu verteufeln, das geht zu weit und hätte auch nicht das Wohlwollen von Marx und Lenin!

Sergej: Wissen Sie Genaueres über die Brights? Strukturen, Führung?

Dmitri: Was ich Dir zuerst sagen kann, das ist, daß die Brights sich als neue Gruppe ausgeben, aber keine sind. Sie stehen in einer historischen Kontinuität mit früheren militanten Atheistengruppen, zum Beispiel mit den echten #Illuminaten des Bayern Weishaupt.

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Die Kontinuität siehst Du an den Emblemen, wie ich schon sagte. Wir hatten die Radikalatheisten schon zu meiner Zeit als Kult beobachtet.

Sergej: #Illuminati in der UdSSR?

Dmitri: Nenne sie wie Du willst. Die Namen Wechseln, die Ideologie bleibt.

Sergej: Der UdSSR hätten Antiklerikale doch gefallen müssen?

Dmitri: Wir waren Kommunisten und wollten die Kirche als Faktor ausgeschaltet sehen, mehr nicht. Wusstest Du, daß Genosse Stalin in einer Kapelle im Kreml gebetet hat? Das war ein offenes Geheimnis. Uns hat Sorgen gemacht, dass sich radikale Atheisten zusammenrotten, so wie jede andere Religion auch. Die Genossen in der DDR waren ein Problem, haben diesem Prokop und seiner Idiotie gehuldigt. Nichts haben sie verstanden, nichts, nichts, nichts. Das war gegen den Marxismus-Leninismus! Wir wollten, daß sie Prokop rauswerfen. Stattdessen haben sie ihn auf Mission in den Westen geschickt. Unbelehrbar!

Sergej: Sie sehen in den Brights also eine Glaubensgemeinschaft?

Dmitri: Was sonst? Ihr Götze ist der Naturalismus. Ihn beten Sie kopflos an wie das goldene Kalb und verwechseln ihren Gott mit Rationalität. Es sind intelligente Dummköpfe.

Sergej: Halten Sie die Brights für gefährlich?

Dmitri: Ja. Ohne jeden Rabatt.

Teil 3 des Interviews bald auf blastingnews.de