Manche Dinge scheinen zu schräg um wahr zu sein - und sind es dennoch. So auch das Project Stargate. Das war nämlich der Codename für eine ganz reale Einheit von Hellsehern in der US-Armee, die von 1978 bis 1995 am Stützpunkt Fort Meade in Maryland unter Beteiligung des US-Militärgeheimdienstes DIA (Defense Intelligence Agency) tätig war.

James Bond mit Glaskugel?

Die Aufgabe dieser Truppe, und das ist nicht mal im Ansatz ein Scherz, war Spionage durch hellseherische Tätigkeit. Insbesondere stand hierbei die Entwicklung und Nutzung einer Psi-Technik namens Remote Viewing im Mittelpunkt. Remote Viewing ist vergleichbar mit dem guten alten "Hellsehen", nur eben nicht in die Zukunft, sondern zu Aufklärungszwecken.

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Spannende Experimente und eine streng geheime Truppe!

Die Einheit wurde bis 1987 von Leutnant Frederick Holmes Atwater geleitet, einem Vertrauten von General Albert Stubblebine. Zivile Fachleute im Programm waren unter anderem die Wissenschaftler Hal Puthoff, Russell Targ und Edwin May. Eingebunden war auch das Stanford Research Institute (SRI) in Kalifornien.

War die Einheit jemals einsatzbereit?

Projekt Stargate war nach Aussagen der Stargate-Veteranen Paul H. Smith (Berufliche Biografie: Reading the Enemy's Mind) und Joe McMoneagle Anfang der 1980er Jahre soweit einsatzfähig, dass US-Präsident Carter am Ende seiner Amtszeit die Dienste der Einheit genutzt habe, etwa zum Auffinden eines verschollenen Spionageflugzeugs im Dschungel Zentralafrikas.

Warum kam das Ende 1995?

Trotz dieser Entwicklungen wurde das Programm 1995 beendet, nachdem die Aufsicht darüber von der militärischen "DIA" and die zivile "#CIA" (Central Intelligence Agency) übergegangen war.

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Als offiziellen Grund gab die CIA an, das Programm sei nicht effektiv genug gewesen bei der Beschaffung von Informationen. Die im Programm erhobenen Daten seien für nachrichtendienstliche Spionageaufgaben problemetaisch gewesen. Die Vermischung mit irrelevanten Artefakten und vagen Inhalten sei als zu groß gewertet worden.

Was wurde aus den 007 mit der Lizenz zum Hellsehen?

Die Wege der zivilen und militärischen Mitarbeiter von Project Stargate trennten sich nach Auflösung der Einheit. Manche wurden "Stars" der Esoterikszene, wie etwas Ingo Swann und Ed Dames. Andere wie Joseph McMoneagle und Paul H. Smith setzten ihre Arbeit in einem privaten Rahmen fort. Wie auch immer man zu Project Stargate steht: alleine die Tatsache, dass es existierte, ist spannend und eine mehr als erstaunliche Sache. #Telepathie #Esoterik