Wer Multitasking beherrscht, macht das stille Örtchen zum Informationszentrum. Oder anders gesagt: Wenn's mal wieder länger dauert auf der Toilette, muss das nicht unbedingt am Geschäft alleine liegen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen dabei geht – aber, wenn ich mir die möglichen Accessoires für diese doch recht unappetitliche Prozedur vorstelle, fällt mir zuallererst die gute alte Tageszeitung ein, die auf dem stillen Örtchen als Informationsquelle dient. Ob das im digitalen Zeitalter wirklich noch so ist, und womit sich die Menschen stattdessen auf der #Toilette beschäftigen, das wollte ein Sanitärtechnik-Spezialist wissen. Welche Unternehmensinteressen dahinter steckten, eine Forsa-Umfrage in Auftrag zu geben, die die Toiletten-Gewohnheiten der Deutschen erkunden soll, bleibt dennoch im Dunkeln.

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Hier kann nur gemutmaßt werden, dass man es vielleicht auf die Verbesserung der Keramik-Ergonomie bei üblichem Nutzungsverhalten abgesehen haben könnte. Oder …

Bleiben wir aber noch einen Augenblick seriös und schauen uns, trotz des Amüsements, noch die wichtigsten Zahlen an.

Mehr als jeder Zweite macht es auf der Toilette

Über 50 Prozent der Deutschen gehen auf der Toilette einer Nebentätigkeit nach. Dabei fallen regionale Unterschiede ins Auge. Norddeutsche (67%) sowie Menschen aus Mitteldeutschland (66%) legen anscheinend am meisten wert auf das richtige Toiletten-Entertainment. Im Mittelfeld liegen die Menschen aus NRW mit 62 Prozent. Laut dieser Umfrage genießen die Süddeutschen (54%) und die Ostdeutschen (52%) noch am ehesten ihre absolute Stille auf selbigem Örtchen.

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Sie lenken sich auf dem #Klo am wenigsten ab.

Was machen Deutsche auf dem Klo

Das Ranking der Top-3 Klo-Ablenkungen enthüllt erstaunliche Fakten über die deutsche Kultur: So weist die Studie eindeutig darauf hin, dass es noch großen Nachholbedarf in der digitalen Transformation auf den Toiletten gibt. Entgegen aller Erwartungen habe es die Zeitung im digitalen Zeitalter auf Platz eins der Top-3-Ablenkungen geschafft. Es lesen 28 Prozent aller Befragten Zeitungen oder Zeitschriften auf der Toilette. Gefolgt von Kurznachrichten checken und im Internet surfen. Also doch: Das Smartphone ist mit am Start! Allerdings muss man immer wenn Print und Smartphones im Wettbewerb stehen, auch nach Alterskategorien aufschlüsseln.

Je jünger, desto doller das Interesse an Toiletten-Multitasking

Wiederum wenig überraschend, die Tatsache, wonach laut dieser Umfrage 53 Prozent der 18- bis 28-Jährigen am liebsten Kurznachrichten checken oder im Internet surfen (50%). 41 Prozent sollen angegeben haben, dass sie die Zeit auf dem Klo mit Handyspielen verbringen.

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Übrigens scheint die Junge Generation ziemlich ungeduldig auf dem stillen Örtchen zu sein. Ganze 81 Prozent gehen auf der Toilette noch einer anderen Beschäftigung nach. Wobei generell festgestellt werden könne, dass mit zunehmendem Alter der Befragten, das Interesse an einer Multitasking-Tätigkeit – zumindest auf der Toilette – abnehme. #Toiletten-Multitasking