Man muss kein Christ sein, um #Weihnachten zu mögen. Wenn nicht gerade die lieben Verwandten einem auf die Nerven gehen, kann es eine tolle Zeit werden. Wie im deutschsprachigen Bereich gefeiert wird, das wissen wir. Aber wie sieht das Ganze eigentlich in anderen Ländern aus?

Großbritannien

Im Vereinigten Königreich geht es etwas opulenter zu in Sachen Deko. Mistelzweige sind ebenso ein Muss wie bunte Girlanden. Das Weihnachtsessen ist traditionell ein Truthahn, der mit gebackenen Zwetschgen und Äpfeln oder aber mit gehacktem Fleisch und altem Brot gestopft wird. Als Beilagen werden Plum-Pudding und Eierpunsch serviert. Nicht das Christkind bringt die Geschenke auf die britischen Inseln, sondern Father Christmas.

Werbung
Werbung

Er ist etwas langsamer als das Christkind, so dass die Geschenke erst am Morgen des 25.12. eintreffen. Warum er dies durch den Kamin macht, ist auch nach jahrhundertelanger Recherche ein Rätsel. Um 3 Uhr nachmittags lauscht der Brite der Weihnachtsansprache der Queen und am 26.12. besucht man Freunde und alte Bekannte.

Vereinigte Staaten

Amerika und seine Weihnachtsbräuche kennt man weltweit aus Hollywoodfilmen. Anders als in Deutschland, ist der 24.12. nicht der zentrale Teil der Tradition. In den USA ist der Startschuss für Weihnachten der Mitternachtsgottesdienst, also der 25. Dezember um 00:00 Uhr. Die #Bescherung bringt bis zum Morgen des 25.12. Santa Claus auf seinem Rentierschlitten und nutzt, wie auch in Großbritannien die Kamine als Einstieg ins Haus. Zu essen gibt es ebenfalls einen Truthahn, der allerdings in Scheiben geschnitten serviert wird.

Werbung

Die deutsche Weihnachtsgans ist hier unbekannt. Die Amerikaner sind zudem wahre Beleuchtungsfanatiker, so dass das ganze Land nachts in bunten Farben leuchtet, auch wenn dem Stromzähler dabei schwindlig wird.

Frankreich

Wie sollte es im Land der „Haute cuisine“ auch anders sein? Das Essen bestimmt die #Bräuche in Gallien. Schon in der Heiligen Nacht vom 24. auf den 25.12. wird geschlemmt, was das Zeug hält. Das "Reveillon", eine kulinarischen Explosion aus Truthahn, Pasteten, Austern und Champagner kommt dabei eine tragende Rolle zu. Tierschützern zum Graus ist auch weiterhin die Gänsestopfleber ein traditionelles Weihnachtsessen. Unvergesslich für jeden, der jemals in Frankreich war, ist die "Buche des Noel", ein Schokokuchen in Rollenform. Wer sich nach dem Menü noch bewegen kann, besucht die Weihnachtsmesse um Mitternacht. Die Bescherung findet nach dem Kirchgang statt.

Griechenland

In Griechenland ist alles laut, warum also nicht auch Weihnachten? Die Feierlichkeiten werden im wahren Sinne des Wortes eingeläutet, wenn vor allem Kinder mit Glocken und anderen lärmenden Instrumenten durch die Gassen wandern und glückbringende Lobgesänge trällern.

Werbung

Am 24.12. brennt bei jenen Griechen, die einen Kamin oder Ofen haben, für zwölf Nächte ein Weihnachtsfeuer. Das soll helfen, die so genannten "Kalkanzari" (so etwas wie Kobolde) zu verscheuchen. In der Heiligen Nacht selbst legt man ein besonders großes Holzscheit auf, um das frisch geborene Jesuskind warm zu halten. Auch die Griechen essen übrigens Truthahn, danach Kuchen und große Mengen Gebäck. Die Geschenke kommen in Griechenland vom Heiligen Vassili, allerdings erst am Neujahrstag. Wer die staatliche griechische Post kennt, wundert sich über diese Verspätung eher nicht.

Schweden

Wie in Deutschland auch, beginnt Weihnachten in Schweden am 24.12. nachmittags. Erstaunlich parallel zum griechischen Brauchtum glaubt man auch in Schweden an Weihnachtskobolde. Für den Konold Tomte macht man zwar kein Feuer an, stellt ihm dafür aber einen Teller mit Brei auf die Fensterbank. Die Geschenke werden im skandinavischen Land vom Julbock gebracht. Diese Tradition geht auf heidnische Bräuche zurück, die man in das christliche Weihnachtsfest eingemeindet hat.

Merry Christmas wünscht die Redaktion von Blasting.News.