Im Oktober 2014 sprach der SPIEGEL mit #Tim Clark, dem Chef der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai. Clark ist nicht irgendwer im Airline Business, sondern ein Urgestein der Branche. Er schuf Emirates für die Herrscherfamilie von Dubai aus dem Nichts und machte das Unternehmen zu einem der Marktriesen. Zu MH370 hat Clark eine klare Auffassung, die sich seit seinem Gespräch mit dem Magazin DER SPIEGEL nicht nachvollziehbar verändert hat. Im Interview betonte der Airline-Veteran, dass es auch für ihn ein "großes Rätsel" sei, was mit #MH370 passiert sei. Er betonte seine Befürchtung, dass MH370 früher oder später als Mysterium abgehakt wird und man in der Branche zum Alltagsgeschäft übergehen würde.

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"Wir dürfen nicht zulassen, dass es dazu kommt. Wir müssen herausfinden, wie dieses Flugzeug verschwinden konnte", insistierte er. "MH370 war nach meiner Meinung im kontrollierten Flug, vermutlich bis zum Ende".

Es war eine Entführung!

Tim Clark scheint sich sicher zu sein, dass MH370 Opfer irgendeiner Art von #entführung geworden ist. Im SPIEGEL sagte er, "Ich denke, dass etwas von außen die Kontrolle über das Flugzeug übernommen hat". Eine Boeing 777 sei eines der modernsten Flugzeuge der Welt und besitze ein breites Arsenal an Kommunikationstechnik. Ein Flugzeug dieser Art dürfe einfach nicht in einen Zustand kommen, in dem es unauffindbar wird. Man könne hier nicht achselzuckend zur Tagesordnung übergehen.

Piloten werden dafür nicht ausgebildet!

Insbesondere wundert sich Clark, dass das so genannte ACARS Ortungssystem von den Piloten an Bord abgeschaltet worden sein soll.

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Piloten würden dafür nicht trainiert, vor allem nicht, es so weitgehend abzuschalten wie im Fall von MH370. Ähnlich wie die französische Journalistin Florence de Changy bezweifelte auch Clark seinerzeit, dass MH370 wirklich mit Gewissheit in Richtung Antarktis geflogen ist. Ihn scheinen die dünnen Satellitendaten, auf denen die Theorie vom Flug in den südlichen indischen Ozean basiert, nicht zu überzeugen.

So etwas kann es gar nicht geben?

Tim Clark erinnerte im Interview daran, dass es in der gesamten Historie der Airline-Industrie, mit der Ausnahme von Amelia Earhart im Jahr 1939, keinen einzigen Fall gab, bei dem sich ein Flugzeug über dem Ozean quasi in Luft auflöst. "Für mich ist das verdächtig, und ich bin total unzufrieden mit dem, was bislang herausgekommen ist", zieht Clark sein Fazit, das offenbar bis heute gilt.