Dass eine so enorme Menge #Gold aus natürlichen Vorkommen erschließbar wäre, davon ist Harald Elser von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe überzeugt. Man müsste lediglich beim Kiesabbau, der an Deutschlands Gold führenden Flüssen stattfindet, das Edelmetall vom Restmaterial abtrennen. Das derzeit bundesweit einzige Unternehmen, welches dies tatsächlich auch tut, ist das Kieswerk der Firma Holcim bei Rheinzabern. Das Unternehmen fördert direkt am #Rhein alljährlich neben Kies und Sand auch einige Kilogramm des begehrten Edelmetalls in Form von sogenanntem Schwemm- oder Seifengold. Und das sehr lukrativ, mittels eins patentierten, physikalischen Verfahrens.

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Jagd nach Bodenschätzen

Dabei ist es eigentlich längst kein Geheimnis mehr, dass in Deutschland Gold-Schätze vorhanden und greifbar sind: Bereits die Kelten wussten vor zirka 2000 Jahren um die kostbare Fracht, die sich im Rheinschotter verbirgt. Und später waren es die Römer, welche danach gruben. Im Jahre 1838 gab es am rechten, badischen Rheinufer etwa 400 Goldwäscher, wie die Chroniken berichten. Das Rheingold stammt geologisch gesehen aus den Schweizer Alpen und wurde über die Strömung auch am deutschen Rheinufer abgelagert. Dabei ist der Rhein bei weitem nicht der einzige deutsche Fluss, der Gold mit sich führt: Zur Zeit der badischen Goldwäscher wurde auch schon anderswo in Deutschland Gold gefunden. So konnten damals im gesamten süddeutschen Raum jährlich bis zu 18 Kilogramm Gold gewonnen werden.

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Der Geologe Jens Gutzmer vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Sachsen schätzt, dass man allein in Kiesgruben entlang der Elbe jährlich bis zu 30 Kilogramm Gold gewinnen könnte. Was die Kiesgruben-Betreiber davon abhält, mag fehlendes technisches Know- How und die anfänglich hohen Investitionen in notwendige Förder-Anlagen sein. Ein Beleg dafür, dass speziell auch in den östlichen Teilen Deutschlands aktuell noch sehr viel Gold vorhanden ist, lieferte 2004 ein Mann im thüringischen Schwarzatal: Er entdeckte eher zufällig während des Radfahrens ein 9,6 Gramm schweres Gold Nugget mit einem Wert von rund 1.500 Euro. Derart große Goldfunde, aber auch kleinere, bewegen noch heutzutage viele Menschen dazu, nach Gold zu suchen: So gibt es zahlreiche Freizeit-Schatzsucher, die entlang des Rheins und im Erzgebirge, ausgerüstet mit Waschschüsseln, ihre Energie dafür verwenden, stundenlang den Boden zu durchsuchen. Sie fordern damit ihr Glück heraus. Aber nicht nur das. Goldflittern und Nuggets hinterherzujagen, übt eine geradezu magische Anziehungskraft aus, die tiefer greift: Der Mythos des Rheingolds, das Abenteuer und die Erfahrung, das glitzernde, reine Edelmetall mit eigenen Händen zu finden, faszinieren schlichtweg. Goldfieber ungebrochen #Goldrausch