Die Filmemacher #Markus Fiedler und Frank-Michael Speer haben 2015 einen Überraschungserfolg mit der Dokumentation "Die dunkle Seite der #Wikipedia" gelandet. Darin zeigen sie einen Machtmissbrauch und eine ideologische Einflussnahme innerhalb von Wikipedia auf. Seither hat der Film eine halbe Million Zuschauer begeistert und Markus Fiedler wurde zur Hassfigur der Funktionäre von Wikipedia. Jetzt legt er eine dicke Schippe nach und deckt jene Seilschaften im Detail auf, von denen Wikipedia unterwandert wurde. Fiedler nennt in seinem neuen Film "ZENSUR" mutig Ross und Reiter. Der schockierende Dokumentarfilm hat am 18.02.2017 im Berliner Kino Babylon Premiere.

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Ich konnte mit dem Filmemacher sprechen:

Sergej: Gibt es wirklich Versuche einer organisierten Meinungsmanipulation in der Wikipedia?

Markus Fiedler: Zweifellos und in großem Maßstab, gesteuert obendrein. Bereits im Film "Die dunkle Seite der Wikipedia" konnten wir nachweisen, dass politische Artikel mit unlauteren Mitteln manipuliert und sachliche Darstellungen verhindert werden. Am Beispiel des Artikels über den Friedensforscher Dr. Daniele Ganser wurde dieser Verdacht im Laufe des Films bestätigt und gezeigt, mit welch aggressiven Methoden eine Gruppe von Wikipedia-Autoren, sogenannten "Benutzern", die Wissensplattform als eine Art Gesinnungspranger missbrauchen. Der Film wurde im Internet veröffentlicht und war mit fast einer halben Millionen Klicks ein Erfolg der Aufklärung.

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Sergej: Warum jetzt ein weiterer Film zu diesem Thema?

Markus Fiedler: Die Antwort auf die Frage, wer exakt diese aggressiven Unterwanderer bei Wikipedia sind, blieb unscharf. Insbesondere erschwert durch das Prinzip der Anonymität und ein labyrinthisches Regelwerk bei Wikipedia. Meinem Kollegen Frank-Michael und mir ist es jetzt gelungen, nicht nur die Mechanismen, sondern auch die Menschen und Seilschaften dahinter aufzudecken. Klipp und klar können wir jetzt Ross und Reiter nennen.

Sergej: Das ist eine mutige These. Wikipedia ist bekannt und beliebt als Teil der Schwarmintelligenz.

Markus Fiedler: Sollte man meinen, ist es aber nicht. Wikipedia wird als Werkzeug der Propaganda, als Maschine zur Realitätserschaffung genutzt und ist Teil eines größeren Netzwerkes zur politisch-ideologischen Manipulation.

Sergej: Das klingt unglaublich!

Markus Fiedler: Richtig, und dennoch stimmt es. Unser Film "ZENSUR" führt in ein Netzwerk von Autoren, Journalisten und politischen Akteuren, die sich auf mehreren Internetplattformen organisieren und von finanzkräftigen Stiftungen und sogar öffentlichen Geldern finanziert werden.

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Ein Netzwerk, das seit Jahren versucht, eine regelrechte Gesinnungsdiktatur voranzutreiben, um damit gesellschaftlichen Dialog und freie Meinungsentfaltung zu verhindern, und das mit der Wikipedia die bedeutendste kostenlose Informationsressource unter seine Kontrolle gebracht hat.

Sergej: Das klingt wie ein Krimi.

Markus Fiedler: Es ist die bittere Realität! Auch wir waren bei den Recherchen oft regelrecht entsetzt.

Sergej: Wo und wann kann man Ihren Film sehen?

Markus Fiedler: Die Kinopremiere ist am 18.02.2017 um 19:30 Uhr im "Babylon" in Berlin und im Cinewood-Kinocenter in Waldkraiburg. Danach wird er in weiteren Kinos in der ganzen Republik zu sehen sein.

Sergej: Wikipedia wird das nicht lustig finden.

Markus Fiedler: Ist das relevant? Wenn "ZENSUR" die anständigen Autoren an der Wikipedia-Basis wie auch die Öffentlichkeit aufklärt, ist alles im Lot. Die Funktionäre und Seilschaften in der Wikipedia werden sich natürlich nicht freuen. Sie würden schließlich gerne im Dunkel der Anonymität weiter ihre Manipulationen betreiben. Das wird mit diesem Film vorbei sein.

Sergej: Klingt fast so groß wie bei Wiki-Leaks?

Markus Fiedler: Sehen Sie sich den Film an. Ob Sie Wikipedia danach noch verwenden wollen, können Sie dann entscheiden. Ich gehe aber die Wette ein, dass Sie nach alternativen Wissensquellen suchen werden.

Hier der Trailer:

#Unterwanderung