Berlin. Sie sei mehrfach in Tränen ausgebrochen, es ging ihr nicht gut. So heißt es. Doch warum das Ganze?

Der Richter Ralf Fischer fand ganz klare Worte für das Model: „Frau Lohfink“, sagt er. „Wenn Sie unter diesem Verfahren gelitten haben, dann sollten Sie sich einen Verteidiger suchen, der Ihre Interessen wichtiger nimmt als seine. Und wenn er dazu noch etwas von Strafrecht verstünde, wäre das wirklich ein Gewinn.“

Lohfink hat sich mehrfach wegen der medialen Aufmerksamkeit beschwert. Der Richter hat nun jedoch nachgewiesen, dass ihr Anwalt diese hervorgerufen hat.

Gina-Lisa Lohfink hatte 2012 zwei Männer beschuldigt, sie vergewaltigt und den Akt gefilmt zu haben.

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Im Sommer 2016 wurde Lohfink jedoch wegen falscher Verdächtigung veruteilt. Die beiden Männer wurden in einem anderen Verfahren lediglich wegen der Verbreitung des Videos zu Geldstrafen verurteilt. Zwischenzeitlich hatte sich sogar die Politik eingemischt. Lohfink wurde vorrübergehend Frontfrau einer Frauenbewegung.

Verhandelt wird nur noch über die Höhe der Tagessätze

Die Revision ist mit diesem Tag gescheitert, dies heißt für #Gina-Lisa Lohfink: Das #Urteil ist rechtskräftig!

Laut Richter Ralf Fischer ging aus dem Video, welches als wichtiges Beweismittel galt, lediglich hervor, dass Lohfink nicht mit dem Filmen einverstanden sei. Zum sexuellen Akt soll sie jedoch nicht "NEIN" gesagt haben.

Die monatlichen Einnahmen von Lohfink wurden vom Gericht auf rund 7.500 EUR geschätzt. Aus Steuerbescheiden soll jedoch hervorgehen, dass sie lediglich 1.500 EUR betragen.

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Deshalb müssen die Tagessätze neu verhandelt werden, da eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 EUR dafür zu hoch angesetzt sei.

Sebastian C. hat durch die falsche Beschuldigung viel verloren

Im Interview mit N24 sagte einer der Beschuldigten: "Dadurch habe ich meinen Job verloren, genauso wie meine sozialen Kontakte." So schlimm ist es, wenn jemand falsch beschudigt wird. Wir hoffen für ihn, dass er durch den Schuldspruch an Gina-Lisa Lohfink, endlich wieder zur Normalität zurückkehren kann.

Wir hoffen, dass dieses Urteil keine Frau entmutigt eine Vergewaltigung anzuzeigen.