Ob so ein Sturm einen ganzen Sumpf austrocknen könnte, man weiß es nicht. Jedenfalls muss ich bei Thomas immer an den #Sachsensumpf denken.

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Die dreckige verseuchte Luft unter der Europa in den letzten Wochen zu leiden hatte, wurde ordentlich durchgewirbelt.

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Durch den starken Wind zeigen die Schadstoffmessgeräte wieder normalere Werte an.

Wo wird der ganze Dreck abgeblieben sein?

Hoffentlich nicht bei den Engländern, die ja selbst genug Schadstoffe in die Atemluft blasen, sich aber über die schlechte europäische Luft beschwerten, die zu ihnen hinüber geblasen wird. Dabei ist Thomas ja mehr nach Osten abgewandert, wo erfahrungsgemäß der meiste Dreck herkommt.

Aber langsam kommen wir an eine Sättigungsgrenze, bei welcher es fast schon egal ist, wer welchen Dreck wohin bläst. Wenn der ganze Globus einmal eine Grundbelastung aufweist, die allgemein gesundheitsschädlich ist, dann wird es langsam eng.

Die Fahrverbote in Stuttgart etwa sorgten für Unmut und viele ignorierten sie einfach. Mir doch egal, meinen viele - evtl. weil sie in einer #Umweltschutzzone leben bzw gute Luftfilter zuhause laufen lassen?

Welche Mengen an Dreck so ein Sturm wegfegen muss, wurde mir neulich klar, als ich die Dimension der osteuropäischen LKW-Trickser erfuhr, die zwar mit.

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EURO-6-Norm LKWs durch Europa

fahren, aber die #AdBlue - Anlage mit illegalen Steuergeräten austricksen.

AdBlue

(auch AUS 32 für aqueous urea solution oder Arla 32) ist eine wässrige Harnstofflösung, bestehend aus 32,5 Prozent reinem Harnstoff und 67,5 Prozent demineralisiertem Wasser. Mit dieser Lösung wird der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) bei Dieselmotoren um bis zu 90 Prozent reduziert.

Stickoxide und Ammoniak werden durch die AdBlue - Anlage zu Wasser und Stickstoff umgewandelt. 5% AdBlue muss über einen Zusatztank dem Diesel zugeführt werden. Der Liter wird an Tankstellen für etwa 50 Cent verkauft und bedeutet für die Spediteure mit ihren kargen Gewinnmargen trotzdem eine Belastung, so versucht man, zu tricksen.

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Um die 2000 Euro kann man pro Fahrzeug/Jahr einsparen. Das klingt nicht viel, ist für manche Spediteure aber viel Geld, zumal die Steuergeräte mit Einbau sehr günstig sind. In Polen ist man der Trickserei gut auf die Spur gekommen, viele LKWs haben einen zusätzlichen Polenschalter, der die AdBlue-Anlage wieder zuschaltet. In Deutschland braucht man das nicht, weil hier im Autoland weniger kontrolliert wird. AdBlue fast gar nicht.

So kommen dann alleine durch die Trickserei

pro Jahr 14 000 Tonnen MEHR Umweltgifte

in die europäische Atemluft, weil Unternehmer Gewinn machen wollen. Da brauchen wir uns nicht wundern, dass überall wo Milliarden Gewinne locken, die Gesundheit der Bevölkerung keine Rolle spielt.

Der Dieselskandal in den USA bewegt sich bei 7000 Tonnen mehr Schadstoffen, als ohnehin verblasen werden, um die 14000 Tonnen der AdBlue - Betrüger ein wenig in Relation zu bringen.

Die Rechnung wird nicht mehr lange aufgehen: man verpestet lustig die Umwelt und meint, selbst davon zu kommen. Insgeheim denken wir ja alle so: was soll mein Urlaubsflug da noch verschlimmern und außerdem: Der Wind bläst den Dreck doch über die Grenze weg. Und Urlaub machen wir dann in sauberer Luft bei vegetarischem Frühstück im Urlaubsparadies! Diese Rechnung ist heute bereits falsch!

Irgendwann wird auch ein Thomas den Dreck nur noch verwirbeln und nicht mehr weg blasen!