Trick 1. Es gibt keine Gegner, nur Diskussionspartner

Niemals Diskussionspartner als Feinde betrachten. Feindselige Gedanken erzeugen Zorn und Zorn signalisiert mangelnde Selbstdisziplin und somit mangelndes Vertrauen in die eigenen Argumente. Zudem lässt sich niemand gerne von jemanden überzeugen, der ihn als „Gegner“ betrachtet.

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Trick 2. Gelassenheit ausstrahlen

Wut ist eine Stressreaktion, die eintritt wenn man an seine Grenzen stößt oder einer Situation nicht gewachsen ist. Es ist daher ratsam, sich niemals Wut, Kränkungen oder Frustration anmerken zu lassen. Nach Möglichkeit immer freundlich, sachlich und überlegen bleiben. Freundlichkeit und Sachlichkeit signalisiert unangreifbar zu sein, über den Dingen zu stehen und argumentativ die besseren Karten zu haben.

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Falls die Wut gerade zu stark ist, eine Pause einlegen und erst weiterdiskutieren, wenn die Wut verfolgen ist.

Trick 3. Beleidigungen ignorieren

Beleidigungen und haltlose Unterstellungen sind argumentativ irrelevant und sollten daher ignoriert werden. Am besten genau auf diesen Zusammenhang hinweisen. Notfalls Beleidigungen auf den Adressaten zurückwerfen.

Trick 4. Die Wucht des Angreifers gegen sich selbst richten

Ähnlich wie in südostasiatischen Kampfsportarten ist dies auch in #Diskussionen möglich. Alles, was man dazu tun muss, ist nicht „gegen“ den Diskussionspartner zu diskutieren, sondern „mit“ ihm zu diskutieren. Dazu einfach die Argumente des Diskussionspartners neutral betrachten. Anschließend bewerten:

  • Ist der Einwand argumentativ relevant? Falls nein, darauf hinweisen, dass der Einwand am Thema vorbei geht.
  • Welcher Teil der Argumentation ist zutreffend und welcher nicht? Zutreffendes bestätigen, unzutreffendes in freundlichen Worten richtig stellen.

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Trick 5. Sich von rabulistischen Tricks nicht irritieren lassen

Einige Diskussionspartner verwenden rabulistische Rhetorik-Techniken. Beispielsweise indem sie über eine sprachliche Unschärfe argumentieren, oder die Diskussion in eine andere Richtung drängen. Teilweise werden auch Unterstellungen verwendet. Oder es wird versucht, Sachverhalte zu relativieren.

Auf keinen Fall auf diese Art von Argumentation eingehen, sondern sofort sagen: "Darum geht es nicht.“ und zur Kernargumentation zurückkehren. Danach kann die Diskussion häufig normal weitergeführt werden.

Zudem ist es wichtig, auf keinen Fall selbst rabulistische Tricks zu verwenden. Die Rabulistik ist ein rein manipulativer Diskussionsstil, der lediglich dazu geeignet ist, Argumentationen ins Absurde zu führen. Überzeugen lässt sich darüber niemand. Dieser Diskussionsstil wird zudem von anderen schnell als unfair und manipulativ erkannt.

Trick 6. Ehrlichkeit den Fakten gegenüber

Wer ehrlich gegenüber den Fakten ist, kann Diskussionen so gut wie nie verlieren.

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Denn am Ende siegen immer die härtesten Fakten. Das eigentliche Ziel jeder Diskussion liegt in der Wahrheitssuche. Es geht nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Sobald eine kognitive Dissonanz (ein Widerspruch zwischen Empfinden und Fakten) auftritt, sollte den Fakten Vorrang vor dem Empfinden eingeräumt werden.

Trick 7. Sich auf die stärksten Argumente konzentrieren

Es ist besser, ein oder zwei starke Argumente zu verwenden, als 100 schwache. Qualität überzeugt stärker als Quantität.

Trick 8. Die Überzeugungskraft der Argumente schärfen

Argumente in leicht verständliche, kurze Sätzen fassen. Die notwendigsten Eckpunkte in möglichst wenig Text. Umso interessanter, substanzreicher und überzeugender wirkt die Argumentation.

Trick 9. Den Diskussionspartner vor einem Gesichtsverlust bewahren

Niemals den Diskussionspartner beschämen, kränken oder verletzen. Selbst besonders aggressive Diskussionspartner müssen den Eindruck gewinnen, die Diskussion ohne Gesichtsverlust verlassen zu haben. Sobald sie den Eindruck haben einen Gesichtsverlust erlitten zu haben, entwickelt sich automatisch eine kräfteraubende und sinnlose Endlosdiskussion. #gewaltfreie Kommunikation #Ehrlichkeit