Gestern Abend soll ein 36-Jähriger aus dem ehemaligen Jugoslawien mehrere Menschen mit einer Axt am Düsseldorfer Bahnhof angegriffen haben. Neun Menschen sollen verletzt worden sein, vier Opfer davon schwer, ein Opfer sogar sehr schwer. In Lebensgefahr soll keines der Opfer mehr schweben.

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Der Axt-Angreifer soll in Wuppertal gelebt haben und psychisch schwer labil sein. Wahllos soll der Mann um sich geschlagen haben und dann panisch über die Gleise geflüchtet sein. Auf der Flucht soll der Axt-Angreifer von einer Brücke gesprungen und sich mehrere Knochen gebrochen haben.

Der Düsseldorfer Bahnhof blieb am letzten Abend stundenlang gesperrt, weil die Polizei nicht sicher war, ob der 36-Jährige ein Einzeltäter war. Inzwischen scheint das bestätigt. Wirklich sichere Erkenntnisse gibt es aber ab 13 Uhr bei der Pressekonferenz der Polizei in #Düsseldorf. Blastingnews ist live dabei und wird an dieser Stelle alle neuen Erkenntnisse der Konferenz zusammen tragen.

13:00 Thomas Hermsen, Bundespolizei:

Wir haben durch Reisende unterstützt die Verfolgung aufgenommen. Er ist auf Gleis 13 und 14 gelaufen. Nach dem Brückensturz war er bewegungsunfähig. Wir haben dann den Bahnhof evakuiert, um nach eventuellen weiteren Tätern zu suchen.

13.07 Dietmar Kneip, Landespolizei: Wir haben kurz vor 21 Uhr Kenntnis bekommen und den Fall als Amoklage klassifiziert. Natürlich wurden auch Kräfte des Staatsschutzes in die Untersuchung involviert. Aber ich kann sagen, es gibt überhaupt keine Hinweise auf ein religiöses oder politisches Motiv.

Die Betreuung der Opfer vor Ort wurde durch die Feuerwehr organisiert. Der Täter hat in der S 28 in Richtung Mettmann gesessen. Beim Verlassen am Düsseldorfer Hauptbahnhof hat der Täter begonnen auf die Opfer einzuschlagen. Der Bahnführer hat die Türen nicht mehr geöffnet. Der Täter hat gegen die Türen gehämmert und getreten. Wäre er noch einmal in die Bahn gelangt, wäre es wohl noch schlimmer geworden. Der Täter hat ausgesagt, dass er es durchaus darauf angelegt hat, dass ihn die Polizei mit Kugeln stoppt.

Betroffen sind auch italienische Touristen, das Generalkonsulat wurde informiert. Die Wohnung wurde unter Beteiligung des Staatsschutzes durchsucht. Gefunden wurde ein Attest auf dem paranoide Schizophrenie bestätigt wird und entsprechende Medikamente. Sein Bruder wusste, dass sich der Täter eine Axt gekauft hatte, weil er sich bedroht fühlte. Als der Bruder nicht angetroffen wurde, hatte er die Polizei informiert.

Der Täter stammt aus dem Kosovo und hat im Moment eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

13.12 Dirk Stücker, Staatsanwaltschaft:

Der Täter hat mit der Axt auf den Kopf der Opfer geschlagen, daher hat er es zumindestens billigend in Kauf genommen seine Opfer zu töten. Es wird geprüft, ob eine Unterbringung nach Paragraph 64 a in Frage kommt.

ab 13.16 Antworten auf Nachfragen der Journalisten:

Die Opfer kommen aus Dortmund, Köln, Solingen oder Mettmann. Zwei Frauen sind italienische Touristinnen. Die Opfer sind zwischen 13 und 50 Jahre alt. Nach den Zeugenaussagen kam der Angriff völlig überraschend.

Wir gehen von neun Geschädigten aus, wir haben also neunfachen versuchten Totschlag in Tateinheit mit Körperverletzung aus. Die 13-Jährige gehört zu den Schwerverletzten. Insgesamt sind es vier Frauen und fünf Männer.

Die Axt soll sich der Angreifer circa vor einer Woche besorgt haben. Es gibt eine Eintragung im Polizeiregister, da soll sich der Mann selbst verletzt haben.

Die Verfolgungsjagd dürfte nicht länger als 120 Sekunden gedauert haben. Die Ermittlungen laufen noch, weitere Erkenntnisse werden noch durch die Videoüberwachung erwartet, sein Handy wird ausgewertet.

Die Bergung von den Verletzten und die Zuführung zu den Krankenhäusern hat gut funktioniert. Wir haben Blutspuren am Eingang zur Bahn, dem ganzen Bahnsteig entlang und Blutspuren bis zum Bahnhofseingang gefunden.

13:30 Uhr: Ende der Pressekonferenz

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