#Wuppertal. Das Johannes-Rau-Gymnasium in Wuppertal versendete am 16. Februar eine E-Mail an alle Lehrer der Schule. Inhalt der E-Mail war, dass in letzter Zeit zunehmend beobachtet wurde, wie muslimische Schüler und Schülerinnen gebetet hatten und in den Sanitärräuen religiöse Waschungen getätigt hatten und dass dies nicht erlaubt sei. Dies sollte eine Aufforderung an alle Kollegen des Kollegiums sein, Schüler die dabei beobachtet werden freundlich auf das Verbot hinzuweisen und diese anschließend bei der Schulleitung zu melden.

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Mitteilung sorgte bundesweit für Aufsehen

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Seitdem wurde der Schule Diskriminierung vorgeworfen. Es ging sogar schon eine Anzeige gegen die Schule bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal ein. Der Vorwurf der gegen die Schule erhoben wurde: Das Gebetsverbot verletze die Religionsfreiheit.

Bezirksregierung schaltete sich ein

Derweil die Schule in Wuppertal zu den Vorwürfen schweigt, meldet sich die Bezirksregierung in Düsseldorf zu Wort. Diese erläutert, dass sich sowohl Lehrer als auch Schüler durch öffentliche Gebete von Mitschülern gestört fühlten. Sie stimmt der Schule zu, das Gebetsverbot auszusprechen. Die Bezirksregierung erklärt "das Gebot des Funktionierens des Schulbetriebes und des Bildungsauftrages Art. 5 GG geht der Religionsfreiheit vor." Während die Bezirksregierung und die Schule weiter bei dem Gebetsverbot bleiben, äußerte sich ein Lehrer anonym zu den Vorfwürfen und Vorfällen. Dieser erklärt, dass dieser Streit "völlig sinnlos vom Zaun gebrochen wurde." Zudem ergänzte er, dass keiner der Schüler provozierend gebetet hat und somit keiner bedrängt wurde.

In keiner anderen Schule gibt es einen solchen Fall

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Ein Gebetsverbot wurde an noch keiner anderen Schule ausgesprochen. Im Jahr 2011 gab es in Berlin einen Fall, wo das Resultat von Beschwerden auf eine ganz andere Art und Weise gelöst wurde. Die muslimischen Schüler haben für ihre Gebete einen eigenen Gebetsraum bekommen. Ob es eine solche Regelung auch im Fall von Wuppertal gibt, ist derzeit noch unklar. Jedoch sieht es danach aus, dass das generelle Gebetsverbot bestehen bleibt.