Gegen 3:30 Uhr am Morgen des 27.03.2017 entwendeten die Einbrecher mit brachialer Gewalt die 100 Kilogramm schwere #Goldmünze. Der Nennwert der Münze beträgt 1 Million Kanadische Dollar. Bei einem Kilopreis von derzeit etwa 40.500 US-Dollar liegt der tatsächliche Wert der hochreinen Goldmünze jedoch bei etwa 4 Millionen Euro. An dem derzeitigen Goldpreis ist auch US-Präsident D. Trump nicht ganz unschuldig.

Mit Hilfe einer Leiter

Wie die Polizei berichtet, war wegen des Einbruchs sogar der S-Bahn-Verkehr gestört. In der Nähe des betroffenen Bode-Museums in Berlin-Mitte auf der Museumsinsel am Hackeschen Markt wurde eine Leiter gefunden.

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Die Polizei ist der Ansicht, dass sie ein Tatwerkzeug sein könnte.

Generaldirektor unter Schock

In einer ersten Pressemitteilung erklärt der Generaldirektor: „Ein Diebstahl ist für einen Museumsdirektor eine der schlimmsten Nachrichten überhaupt.”

Weiterhin sagt Prof. Dr. Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin: “Wir sind schockiert, dass die Einbrecher unserer Sicherheitssysteme überwunden haben, mit denen wir seit vielen Jahren unsere Objekte erfolgreich schützen. Die Täter sind mit großer Gewalt vorgegangen und wir sind froh, dass kein Personenschaden entstanden ist. Nun hoffen wir, dass die Täter gefasst werden und die kostbare Münze unbeschadet in das Münzkabinett des Bode-Museums zurückkehren wird.“

Doch genau an dieser Stelle wird von der Polizei schon eine Vermutung angestellt.

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Natürlich könnte es sein, dass der Raub dieser wertvollen Münze von einem Sammler bei kräftigen Halunken in Auftrag gegeben wurde. Doch wahrscheinlicher ist ein anderer Verwendungszweck.

Tatwerkzeuge Garage und Schweißbrenner

Auch die dümmsten Verbrecher wissen: je mehr Personen von einer Tat wissen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Polizei dahinter kommt. Da die Goldmünze darüber hinaus auch noch aus purem Gold besteht, ist es sehr einfach, sie sehr schnell zu Geld zu machen. Man benötigt nicht viel mehr als einen billigen Schweißbrenner, kann die große Goldscheibe in handliche Stückchen zerteilen und dann mit einem Schmelzofen aus dem Bastelladen in vollkommen unverdächtige neue Formen bringen.

Solch ein Schmelzofen kostet etwa 500 Euro. Den benötigten Schweißbrenner haben viele Verbraucher als Erbstück von Opa noch in der Garage zu liegen. Das in neue Formen gebrachte Gold kann dann jedes Kind an jeder Ecke bei Goldschmieden, Goldankäufern im Einkaufszentrum oder per Online-Dienst im Internet zu Geld machen.

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Wer hat’s gemacht?

Zu den Tätern gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse. Mit Sicherheit jedoch werden die Videoaufzeichnungen der Nacht in weitem Umkreis nach Personen durchsucht, die mit einer Leiter durch die Stadt gezogen sind. Auch die Mobilverbindungsdaten der Telekommunikationsunternehmen werden bestimmt ausgewertet. Es soll ja Verbrecher geben, die während des Bruchs auf Empfang sind - Mutti könnte ja anrufen.

Bleibt zu hoffen, dass die Übeltäter gefangen werden. Tipp an die Polizei: Physiotherapeuten befragen, wer in den nächsten Tagen mit "Rücken" in die Praxis kommt. Die Münze wog 100 KG - es war sicher nicht einfach, sie aus dem Museum zu tragen.

Foto: Greg Nehring (CC BY-SA 2.0), Flickr, Creativecommons #Bode-Museum #Goldraub