Erst vor kurzem flüchteten sich zwei zwölfjährige Mädchen unter Tränen in ein Geschäft des Kasseler City-Points und suchten bei den Verkäuferinnen Schutz.

In den Shopping-Centern in vielen Innenstädten sammeln sich nachmittags die Jugendlichen zum chillen, quatschen und um das kostenfreie W-Lan zu nutzen. Auch die ersten Flirtversuche mit dem anderen Geschlecht finden des öfteren in einer Shopping-Mall statt.

Ein "Nein" wird nicht akzeptiert

Eine Verkäuferin erzählt, dass dies nicht der erste Vorfall gewesen sei, wo sich verängstigte Mädchen zu ihr in das Geschäft flüchteten. Viele der jungen Männer würden demnach kein "Nein" akzeptieren.

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Die Frau berichtet, dass die Männer einfach nicht von den Mädchen ablassen und ihnen so Angst einjagen. Sie spricht aus Erfahrung, auch ihr wurden auf der Rolltreppe schon obszöne Sachen ins Ohr geflüstert, oder ihr kamen lüsterne Rufe aus Gruppen gaffender Männer entgegen. Schöne Gefühle würde das bei ihr sicherlich nicht auslösen, schildert sie.

Centermanager spielt die Situation herunter

Laut dem Center-Manager Martin Wimberger ist die Situation bekannt, denn fast alle großen Galerien hätten diese Probleme. In der kalten Jahreszeit verbringen viele junge Männer ihre Freizeit auf den City-Point-Etagen, um "rumzugammeln" oder das kostenlose W-Lan zu nutzen. Dem Sicherheitsdienst habe man schon aufgestockt um die Kunden zu beruhigen. Abschließend sagt der Manager, dass bisher noch nichts passiert sei.

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Auch der Polizeisprecher Matthias Mänz äußert sich ähnlich, laut ihm würde von den bekannten Personengruppen keinerlei Gefahr ausgehen. Zudem würde bisher keine Anzeigen vorliegen. Man würde die Einkaufsgalerien und den Innenstadtbereich mit Fußstreifen und Beamten in Zivil beobachten. Er appeliert an die Betroffenen, dass diese Belästigungen bei der Polizei melden sollen.

Seelische Schäden der Mädchen?

Laut dem Polizeisprecher geht von den jungen Männern keine Gefahr aus, ist es aber nicht schon eine seelische Verletzung, wenn zwölfjährige Mädchen unter Tränen in Geschäfte flüchten müssen? Die seelischen Schäden, welche gerade Mädchen in diesem Alter davontragen können sollte man hier berücksichtigen. Aber hier scheint wieder das Motto der Polizei zu sein, wir warten bis etwas passiert und keiner konnte damit rechnen.

Auf eventuelle Nationalitäten der jungen Männer wurde in dem Bericht nicht eingegangen. Man möchte keinen Generalverdacht stellen, doch aus diversen anderen Berichten kann man entnehmen, dass sich die Tätergruppen größtenteils aus Jugendlichen südländischer Herkunft zusammensetzen. Ein Kulturkreis, wo das "Nein" einer Frau bei vielen jungen Männern keinen Wert hat. #Deutschland #Kriminalität