Als bekannt wurde, dass der Vater des psychisch schwerst gestörten Lufthansa Amok-Piloten (Ergebnis der staatlichen Untersuchung) Andreas Lubitz am Jahrestag des erweiterten Suizids in den französischen Alpen den Namen seines Sohnes durch ein Gutachten reinwaschen will, musste man Schlimmes ahnen. Doch was sich am Mittag des heutigen Tages in der #Pressekonferenz zum Thema abspielte, war nicht nur ein Faustschlag in das Gesicht eines jeden Opfers und jeden Hinterbliebenen und es fehlen einem danach die Worte. Es bestand Anlass zur Vermutung, dass mit dem so genannten Aerotoxischen Syndrom argumentiert werden würde, denn der Gutachter ist auf diesem Feld ein anerkannter Fachmann.

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Dies wäre zwar entgegen alle Untersuchungsergebnisse der Fachleute, aber zumindest in der Nähe der Realität zu verorten gewesen. Was sich jedoch am Freitagmittag entfaltete war ein Schaustück von völlig irrren Verschwörungstheorien in Reinform. Wie man offizielle Fakten dermaßen ignorieren, verdrehen und verzerren kann, ist nicht mehr erklärbar, geschmacklos und ekelhaft. Jede wirre Theorie zum 11. September 2001 ist im Vergleich dazu geradezu fast Wissenschaft. Vater Lubitz wollte den Namen seines Sohnes reinwaschen. Stattdessen hat er heute die Opfer - metaphorisch gesprochen - ein zweites Mal getötet. #Gutachten #Germanwings