Internationaler Gedenktag an das Schicksal der Kindersoldaten!

Am 12.02.2017 war es wieder soweit: Der internationale Gedenktag an das Schicksal der #Kindersoldaten weltweit jährte sich. Dieser Tag soll dieses Thema alljährlich wieder in das öffentliche Bewusstsein rücken. Viele Menschen versuchen durch Aktionen, wie den roten Händeabdruck, auf die schreckliche Situation tausender Kinder aufmerksam zu machen und die Politik zum Handeln zu bewegen. Sie fordern mehr Hilfs-/ Präventions- und Reintegrationsprogramme. Mehr politisches Vorgehen und Durchsetzungsvermögen! Beispielsweise durch wirtschaftliche Konsequenzen, Kontensperrungen, Reiseverbote oder durch den Stop von Waffenlieferungen!

Immer noch gibt es weltweit etwa 250.000 Kindersoldaten! Eine unfassbar hohe Zahl

Zwar gibt es seit 1989 die Kinderrechtskonvention, in der die Rechte von Kindern weltweit festgelegt wurden.

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122 Staaten haben das Abkommen unterzeichnet, 111 ratifiziert, aber was bringt das, wenn sich Rebellengruppen und einzelne Politiker nicht daran halten?

Bekannte Verstöße müssten viel härter verfolgt und schneller verurteilt werden. Am 29.02.2007 wurde erstmals ein ehemaliger kongolesischer Rebellenführer angeklagt, Kinder unter 15 Jahren für Kämpfe rekrutiert zu haben. Eine einzige Person - von wievielen?

Merkwürdigerweise ist niemand zimperlich gegen Russland Sanktionen zu verhängen, Griechenland wegen seinen Finanzen in die schranken zu weisen usw. Warum werden dann nicht endlich Sanktionen gegen Staaten verhängt, die die Kinderrechte und überhaupt Menschenrechte nicht würdigen?

Wir sind eine Gesellschaft. Wir sind gemeinsam dafür verantwortlich unsere Werte und Normen zu bewahren und durchzusetzen.

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Kinder sind unsere Zukunft. Sie gestalten die Welt von morgen. Helfen wir ihnen dabei, eine Welt zu schaffen, in der sie weniger Angst vor ihren Mitmenschen haben! Eine Welt, die lebenswert ist. Für Jeden von uns!

Ich habe dazu ein Gedicht geschrieben:

Kindersoldat

Tagsüber fühlst Du dich stark und geachtet.

Andere fürchten sich vor Dir.

Die harschen Befehle, der raue Umgang, gibt Dir Orientierung.

Ein Ziel. Doch von wem wurde das Ziel gesetzt?

Wer gibt den Weg vor?

Du weißt es nicht.

Du bist Einer von Vielen.

Nachts liegst Du unter Tränen wach.

Um Dich herum ist überall Blut, Tod und Hass.

Deine Geschwister? Hast Du verloren.

Deine Eltern? Wurden getötet.

Warum? Du weißt es nicht.

Du hattest den Befehl auf Alles zu schießen.

Du hast es getan, weil es von Dir verlangt wurde.

Jeder stirbt irgendwann sagen Sie.

Du hast keine Wahl.

Sonst stirbst auch Du!

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Weiterführende Informationen gibt es auf kinderrehtskonvention.info und redhandday.org.