So will Australien zukünftig nur noch Ausländern die über gute Englischkenntnisse verfügen eine Einbürgerung ermöglichen. Der Staatschef des 23-Millionen-Einwohner-Staates, Malcolm Turnbull, kündigte am Donnerstag in der Hauptstadt Canberra strengere Sprachtests für Migranten an, welche die australische Staatsbürgerschaft erhalten wollen. Geprüft werden soll, ob die zukünftigen Staatsbürger die englische Sprache schriftlich sowie mündlich beherrschen.

Einwander sollen "australische Werte" bewusst sein

Der Regierungschef sagte, dass durch die härteren Sprachprüfungen, das Land, welches ein klassisches Einwanderungsland ist, gestärkt werden.

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Auch soll geprüft werden, ob die Ausländer die "australische Werte" vertreten. Die Migranten sollen gefragt werden, was sie über Genitalverstümmelung und Kinderhochzeiten denken, und ob sie es gut finden, gegen Frauen körperliche Gewalt anzuwenden.

Im Jahr 2015 gab es in Australien über 130.000 Einbürgerungen von Ausländern.

Künftig sollen weniger Ausländer ins Land

Am Mittwoch verkündigte die rechtsliberale Regierung Neuseeland, dass man zukünftig weniger Einwanderer ins Land lassen will. Auch will man wenn Aufenthaltsrechte vergeben werden, verstärkt darauf achten, dass die Kandidaten über eine qualifizierte Ausbildung verfügen. Demnach sollen Ungelernte höchstens drei Jahre im Land bleiben können. Gut qualifizierte Einbürgerungskandidaten müssen mit einem Arbeits-Angebot belegen, dass sie mehr als das durchschnittliche Einkommen verdienen, dieses liegt in Neuseeland bei etwa 32.1000 Euro im Jahr.

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"Kiwis First"-Politik

Der Einwanderungsminister Neuseeland, Michael Woodhosse, begründete die sogenannte "Kiwis First"-Politik Neuseelands damit, dass man in Zukunft die gewünschten Menschen mit den gewünschten Fähigkeiten anzieht und diese zum Wachstum der Wirtschaft des Landes einen Beitrag leisten können, berichtet die "DPA". In Kraft treten sollen die neuen Regelungen im Laufe diesen Jahres.

In Neuseeland hat der Kiwi als Nationalvögel einen so hohen Stellenwert, dass sich auch die Einwohner des Landes als „Kiwis“ bezeichnen.

Derzeit leben in dem Pazifik-Staat rund 4,3 Millionen Einwohnen. Laut der nationalen Statistikbehörde wanderten 2016 etwa 71.000 Menschen in das Land ein. Davon stammen die meisten aus Großbritannien, Indien, China, Südafrika und den Philippinen. #Flüchtlinge