Wenn es um Schweinefleisch geht, kommt mir als erstes eine knusprig, gebratene Schweinshaxe (Keule, Stelze) vom Wiener Restaurant "Schweizerhaus" in den Sinn. An einem riesengroßen Wienerschnitzel vorbei, wollen meine Gedanken beim saftigen Jungschweinebraten verweilen, bevor ich mir ein gut gewürztes Grillkotelett auf den heißen Rost lege. Es gibt noch mehr Teile vom Schwein, bei denen ich sofort wüsste, wie ich sie schmackhaft zubereite.

Der Muskel der sich am wenigsten bewegt

Der einzige Teil, der mich bisher eher kalt gelassen hat, ist das Schweinslendchen (Lende, Filet oder Lungenbraten). Dieser dünne, schlanke Muskel läuft entlang der Lendenwirbel des Schweinerückens.

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Dieser Teil des Schweins bürgt für seinen Namen, auch aufgrund der Tatsache, dass er sich am wenigsten bewegen muss. Er ist mit Abstand das Zarteste vom Schwein und wird zurecht Filet genannt.

Das saftigste Stück Schweinefleisch

Das saftigste Stück Schweinefleisch - jedoch nur, wenn es nicht zu viel gegart wird. Das Filet enthält sehr wenig Fett, daher kann es sehr leicht dazu führen in wenigen Sekunden zu verbraten. Falls man hierzu noch wenig Erfahrung hat, kann ein Fleisch-Thermometer zu Hilfe genommen werden, um dieses potenziell hochwertige Stück Schweinefleisch davor zu bewahren, trocken und hart zu werden.

Die Röstaromen - ein Erlebnis für den Gaumen

Jahrelang habe ich das Filet hintangestellt und mich den deftigen Spezialitäten vom Schwein hingegeben. Durch den Hinweis eines Fleischfachverkäufers im Supermarkt, hat sich ein Sinneswandel bei mir vollzogen.

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Immerhin ist das Schweinefilet im Supermarkt leicht zu finden. Ein hochqualitatives Fleischstück, das sich nach Feierabend, schnell zu einer zarten Köstlichkeit zubereiten lässt.

Mit frisch geschnittenen Speckscheiben zu umwickelt und geschmackvoll mariniert, bleibt die Zartheit und die Saftigkeit besser erhalten. Die bei der Zubereitung entstehenden, schmackhaften Röstaromen vereinen sich mit dem milden Charakter des Filets zu einem Erlebnis für den Gaumen .

Der beste Anfang, ein Schweinefilet mit Speckmantel zuzubereiten ist, die Silberhaut vorher zu entfernen. Das heißt, Sie schneiden die weiße Sehne unterhalb des Filetkopfes weg. Dann schneiden Sie das Filet in kleine 2 cm dicke Medaillons. Die Speckscheiben, mit denen Sie die Medaillons umwickeln, sollten frei von Knorpeln und Schwarte sein.

Meine Empfehlung:

Schweinefilet-Spieße im Speckmantel mit Kräuter-und Chili-Marinade, dazwischen Paprikastücke – dazu Curryreis und ein Knoblauchdip.

Bemerkungen:

Die Schweinefiletstücke sollten im Kern noch ein bisschen rosa sein; das wird durch die Beendigung des Garvorgangs bei einer Kerntemperatur von 70 Grad Celsius (mit einem Stich-Thermometer gemessen) garantiert. Das Ergebnis begeistert als eine zarte, kulinarische Gaumenfreude, bei der das Filet oder Lendchen in jeder Hinsicht der Behauptung, zarteste Versuchung vom Schwein zu sein, gerecht wird. #Kochrezepte #Süssspeisen #Kuchen