Es ist die Horrorvorstellung aller Eltern kleiner Kinder: Irgendwo in der Pampa bleibt der Wagen stehen und man(n) ist auf sich allein gestellt - mit schreiendem Baby, ohne Essensgläschen und womöglich sogar ohne die stillende Mutter.

Während der ein oder andere Fahrer himmlischen Beistand anrufen wird, vertrauen in #Deutschland jedenfalls fast 20 Millionen ADAC-Mitglieder auf die ganz irdischen "gelben Engel" vom ADAC, die bei Pannen helfen sollen. Dass dabei nicht immer alles glatt läuft und Menschen eben auch Fehler passieren, ist klar.

Schaltete der ADAC deshalb die Bewertungen auf Facebook aus?

Nun hat der ADAC aber in den letzten Tagen seine #Facebook-Bewertungen (nur 3,1 Sterne, bei vielen erbosten 1-Sterne-Bewertungen) deaktiviert.

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Grund dafür könnte die Geschichte von M. Schmidt sein, zu dem Blasting News Deutschland Kontakt aufgenommen hat. Er ist mit seinem PKW und seinem zwei Monate alten Säugling liegenblieben und musste mit dem ADAC eine echte Odyssee durchleben. Obwohl er bei seinem Anruf darauf hinwies, dass ein kleines Kind mit an Bord sei, musste er geschlagene zwei Stunden warten, bis ein "gelber Engel" endlich vorbeikam.

Trotz Säugling: Stundenlange Wartezeit!

Vor Ort dann die nächste Hiobs-Botschaft: Der "Engel" teilte mit, dass er einen Rückruf durch einen Abschleppdienst vereinbaren müsse. Wer da wann komme, könne er nicht sagen. Und schon war der ADAC-Helfer wieder weg - und M. Schmidt durfte weitere anderthalb Stunden mit dem Säugling warten und es geschah einfach mal gar nichts! Irgendwie organisierte Schmidt dann eine Heimfahrt - und hinterließ dem ADAC eine erboste 1-Sterne-Bewertung, denn selbst als er schon lange zuhause war, hatte der Abschleppdienst sich noch nicht gemeldet.

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In einem Kommentar auf Facebook hatte sich der ADAC schließlich zu Wort gemeldet und auf sein Beschwerdemanagement verwiesen. Eine förmliche Entschuldigung ist anscheinend bis heute nicht erfolgt. Stattdessen ist die Facebook-Bewertung - wie alle anderen positiven und negativen auch - nicht mehr abrufbar. Versucht der ADAC hier vor seiner Facebook-Leserschaft die Kritik zu vertuschen?

Autowäsche, Kaffee, ganze ADAC Crew - Sonderrechte für Promis beim ADAC?

Und: Genießen prominente Club-Mitglieder Sondervorteile? In der aktuellen Ausgabe der "ADAC Motorwelt" berichtet der aus Kino und TV bekannte Schauspieler Claus Theo Gärtner von einem zunächst ganz ähnlichen Erlebnis mit den "gelben Engeln": Auch er und seine Frau blieben mit dem Auto liegen, wurden jedoch vom ADAC nach eigenen Angaben jedenfalls recht ungewöhnlich intensiv umsorgt. Der "gelbe Engel" lotste ihn an eine Obstplantage, wo er die Nacht verbringen konnte, brachte ihm morgens Kaffee an seinen VW Bulli von 1968 und einen Fiat 500, um die Umgebung erkunden zu können.

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Als er am Nachmittag zurückkehrte, war die Lichtmaschine repariert, der Bus gewaschen - und eine ganze ADAC Crew stand vor seinem Wagen, berichtete Gärtner begeistert im Mitgliedermagazin.

Gibt es also Vorteile für Promis? Die Stelle für Öffentlichkeitsarbeit beim ADAC erklärte gegenüber unserem Redakteur, dass das nicht der Fall sei. Üblicherweise erfolge in Fällen wie dem von M. Schmidt eine Entschuldigung seitens des ADAC. Dies werde nun geprüft. Blasting News Deutschland wird an der Geschichte dran bleiben. #Verkehr