„Daher denke an mich zu allen Zeiten und kämpfe weiter. Mit fest auf mich gerichtetem Herzen und Geist wirst du sicherlich zu mir kommen.“ (Krishna aus Bhagavad Gita)

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Jesus, NT)

Wer war Krishna?

Der Name Krishna stammt aus dem Sanskrit krsna mit den ursprünglichen Bedeutungen „schwarz“, „dunkelblau“. Der demnach blauhäutig dargestellte Krishna ist die achte Verkörperung (Avatar) von Vishnu - der die Schöpfung erhaltende Gott der hinduistischen Dreieinigkeit. Die hellblaue bis dunkelviolette Farbe ist hierbei von einem hohen Symbolwert: Sie steht für die Herzensenergie (Anahata-Chakra) und symbolisiert die allumfassende Liebe.

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Nach unserer Vorstellung ist ja der Sitz der unsterblichen Seele im Herzen. Ebenso lässt das Farbspektrum von hell bis dunkel auf die Ewigkeit schließen – hellblau wie der Tag und dunkel-schwarz wie die Nacht als Ausdruck des vollständig Ganzen der Schöpfung.

Krishnas Lebzeiten sind auf etwa 3000 Jahren v. Chr. geschätzt. Der 17. Februar 3102 v. Chr. gilt als sein Todestag.

Der Zusammenhang zu Christus

Zunächst sollten wir die beiden Namen vergleichen: Die phonetische Gleichheit ist unübersehbar. Woher stammt nun Christus, der Beiname von Jesus? Das Neue Testament war ursprünglich in griechischer Sprache verfasst worden; hiervon wurde Christos (der Gesalbte, der, der Gott liebt) in die anderen Sprachen als Christus übersetzt. Außerdem entstammen sowohl Sanskrit als auch Griechisch der indogermanischen Sprachfamilie.

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Die historischen Zeugnisse deuten eindeutig darauf hin, dass die Griechen Kenntnisse über Krishna, den Erlöser, besaßen. Die Eroberungszüge unter Alexander des Großen etwa 300 Jahren vor Jesus` Geburt betrafen auch nordwestliche Teile Indiens. So ist es nachvollziehbar, dass sie die Überlieferung von Krishnas #Geschichte - als Gottes Verkörperung - gekannt haben. Somit ist es ebenso erklärbar, dass das Wort für Messias/Krishna griechisch als Christos übernommen wurde. Jesus hatte diesen zusätzlichen Beinamen von einem Engel an seine Mutter übermittelt bekommen: Mit diesem Namen ist die hohe göttliche Christus-Qualität gemeint, die er unter die Menschen bringen sollte. Daneben kann das aber auch als Anspielung auf seinen früheren irdischen Vertreter Krishna bezogen werden.

Parallele in den Lebensgeschichten

Ebenso zeigen die biographischen Verläufe große Ähnlichkeiten: Sowohl Jesus als auch Krishna sind bei einer einfachen Hirtenfamilie aufgewachsen. Das Leben der Beiden als Neugeborene war vor der Rachsucht der jeweiligen herrschenden Könige (bei Jesus Herodes, bei Krishna Kamsa) gefährdet.

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Aus Überlieferungen über Christus` Kindheit wissen wir auch, dass er - ähnlich wie Krishna - gerne zu Streichen aufgelegt war. Auch als Erwachsener war Jesus kein Verneiner der Lebensfreude ebenso wie Krishna. Aus den apokryphen Schriften kann auch ersehen werden, dass Jesus eine Ehefrau in der Person von Maria von Magdala hatte: Krishnas Gefährtin war Radha, die als die Inkarnation von Lakshmi angesehen wurde. Außerdem gibt es die Annahme, dass Jesus in seinen „verschollenen Jahren“ (also zwischen 12 und 30) selbst in Indien war. Von hier sollte er den Rosenkranz und das sakrale Gebetswort „Amen“ mitgebracht haben. Amen als die westliche Variante des Vedischen Aum.

Dass der göttliche Geist sich in menschlichen Krisenzeiten immer wieder manifestiert, um seinen "Kindern" einen Weg aus der Finsternis aufzuzeigen, können wir aus den Überlieferungen ersehen. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass sowohl Sri Krishna als auch Jesus, der Christus, die gleiche Idee der hohen Moralität verkörpern und beide auf ähnliche Weise das Herz der Menschen erreichen wollen. Doch der Weg zur Erkenntnis ist genauso verschieden, wie individuell auch die einzelnen Menschen sind: Der Zugang zum Göttlichen bleibt jedoch niemandem verwehrt, wie Krishna sagt: „So wie sie sich mir nähern, nehme ich sie auf. Alle Wege (...) führen zu mir.“ #Forschung #Glaube