Auf acht bis 10 Jahre wird Schafsdame "Shiva" geschätzt und das ist für ein Schaf schon ein eher betagtes Alter. Einer aufmerksamen Tierschützerin hat es Shiva zu verdanken, dass sie aus jahrelanger Einsamkeit ohne Artgenossen und Vernachlässigung gerettet wurde. Der Tier-Notruf-Saarland verbrachte das Tier am Freitag zum Gnadenhof Eiweiler. "Es war kein schöner Anblick", so der Gnadenhof. Shiva habe eine circa 50 Zentimeter dicke Wolldecke getragen haben. "Das Schaf konnte kaum noch laufen. Mit einer Schere befreiten wir es von circa 13 Kilogramm Wolle."

Wie sehr der armen Shiva ihre Artgenossen gefehlt haben müssen, zeigen neueste Forschungen.

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Demnach sind Schafe intelligent und gefühlvoll. Dr. Keith Kendrick und seine Kollegen vom Babraham Institute in Großbritannien haben nachgewiesen, dass Schafe 50 Schafsgesichter unterscheiden konnten. Und das sogar dann, wenn sie das andere zwei Jahre nicht gesehen haben. Sogar Menschengesichter konnten die klugen Tiere unterscheiden.

Dr. Kendrick und Co. zeigten auch auf, wie emotional Schafe sind und wie sie das ihren Artgenossen per Timbre in der Stimme mitteilen. Kendrick vermutet, dass Schafe auf dasselbe System wie Menschen zurückgreifen, um sich an Individuen in deren Abwesenheit zu erinnern und emotional zu reagieren.

#Schaf Shiva: Happy End auf 25 000 Quadratmetern

Nur einen Tag nach der Ankunft sei Shiva schon in der kleinen Schafsherde des Gnadenhofes integriert gewesen, berichtet die Saarbrücker Zeitung.

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Jetzt spricht nichts mehr dagegen, dass die einst einsame Schafsdame noch ein paar wirklich schönen Jahren entgegen sehen darf. Auf dem Gnadenhof Eiweiler leben über 50 Nutztiere auf 25 000 Quadratmetern. Gegründet wurde der Gnadenhof von dem Ehepaar Jutta und Lothar Braun und angefangen hat alles 2007 mit den beiden Schafen Brauni und Pumuckl.

So wird Ostern auch für Tiere schön:

Die Tierschutzorganisation #Peta weist auf das Leiden der Schafe und Lämmer hin. Es sehe zwar idyllisch aus, wenn Schafe und Lämmer grasend auf der Wiese stehen würden. Aber tatsächlich würden die Tiere wegen ihres Fleisches und ihrer Wolle gehalten. "Aber wer genauer hinsieht, wird feststellen, dass viele Tiere hinken." Verantwortlich sei eine Schafskrankheit namens Moderhinke, die durch mangelhafte Klauenpflege entstehe. In Deutschland würden über eine Million Schafe und Lämmer in Schlachthäusern getötet. Zu Ostern bietet Peta.de tierfreundliche Alternativ-Rezepte.

Tierschützer im Porträt bei Blastingnews:

Der Agnostiker Lars Hallatsch

Steve Greig und seine WolfGang #Tierschutz