Laut der „Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern“ (IVW), hat der Großteil der etablierten Medien weiterhin mit großen Auflageneinbrüchen zu kämpfen. Fast alle Tages- und Wochenzeitungen haben Verlusten bei ihren Abonnements sowie bei ihren Verkäufen im Einzelhandel hinnehmen müssen.

"Bild" musste harte Verluste einstecken

Am meisten musste die "Bild"-Zeitung Federn lassen. Laut dem Branchendienst "Meedia" büßte diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 10,7 Prozent ein. Die Gesamtauflage des Blattes (Abo und Einzelverkäufe) ging um ca. 200.000 verkaufte Ausgaben zurück.

Auch die anderen Medien wie die "FAZ" Minus 6,4 Prozent (14.057 Ausgaben), das "Neue #Deutschland" Minus 7,9 Prozent (2.153 Ausgaben), die "taz" Minus 4,8 Prozent (2.212 Ausgaben) haben im ersten Quartal 2017 starke Verluste zu beklagen.

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Auch die "Welt" mit "Welt Kompakt" sowie die "Süddeutsche Zeitung" hatten einen Verlust von 2,8 Prozent (2.700 Ausgaben) sowie von 3,2 Prozent (10.189 Ausgaben)

Den "Stern" traf es auch ziemlich hart mit einem Minus von 8,1 Prozent (32.635 Ausgaben) und auch der Spiegel musste einen Rückgang von 2,8 Prozent hinnehmen (16.482 Ausgaben).

Wochen und Regionalzeitungen büßten auch ein

Auch regional mussten die etablierten Blätter starke Verluste einstecken, darunter besonders die Boulavardblätter. So musste etwa die Berliner Zeitung (B.Z.) ein Minus von 12,5 Prozent (11.618 Ausgaben) verkraften, der Kölner Express verlor 12,4 Prozent (14.217 Ausgaben), die Münchner "tz" büßte 12 Prozent (13.601 Ausgaben) und die Auflage der "Hamburger Morgenpost" sank um 10,8 Prozent (5.947 Ausgaben).

Das selbe Bild spiegelt sich bei den Wochenzeitungen wieder.

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Die Auflage der "Bild am Sonntag" ging um 10,9 Prozent (104.734 Ausgaben) zurück, die "Welt am Sonntag" verlor 10,1 Prozent (26.315 Ausgaben). Auch die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" musste einen Verlust von 4,5 Prozent hinnehmen (9.912 Ausgaben)

Alternative Medien legten zu

Nur der "Freitag" mit 18,4 Prozent (3.285 Ausgaben) und die "Junge Freiheit" mit 5,1 Prozent (1.163 Ausgaben) konnten ihre Auflage steigern.

Erstmals wurde in "IVW"-Statistik "Tichys Einblick mit aufgeführt der bereits 6.214 Abonnement und 7.764 Verkäufe im Einzelhandel verbuchen kann. Der "Cicero" konnte seine Abonnement um 5,3 Prozent steigern. Der Verkauf der Hefte im freien Handel konnte um 25,2 Prozent auf 3.139 Ausgaben gesteigert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.