Die St-Petersburger-Metro-Station am Sennaja-Platz ist in der Nacht zu einer Gedenkstätte geworden. Immer wieder kommen Menschen, halten inne, trauern und beten. Mittlerweile ist bekannt: Der #anschlag war ein Selbstmordattentat.

Noch am Abend hatte Wladimir Putin dies nicht bestätigen wollen. Der Präsident war selbst zur Metro-Station Sennaja Ploschtschad gekommen um Blumen niederzulegen. Zuvor informierte er die Öffentlichkeit: “Unsere Spezialeinheiten arbeiten auf Hochtouren. Wir werden alles dafür tun, die Hintergründe der Tat zu ermitteln.“

Kirgise als Täter bekanntgegeben

Zunächst hatten die Behörden mit Fotos nach zwei Verdächtigen gefahndet.

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Nun gaben die Geheimdienste bekannt, dass es sich um einen Einzeltäter handelt, den 22 Jahre alten Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan, der angeblich von Islamisten angeworben wurde.

Er soll die Bombe in seiner Tasche getragen und sich zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologisches Institut in die Luft gesprengt haben.

Am Tatort tragische Szenen

Menschen versuchten Verletzte aus dem U-Bahn-Waggon zu retten. Diesen hatte die Wucht der Explosion völlig zerfetzt, die Türen wurden heraus gesprengt. 11 Menschen starben bei dem Anschlag über 50 wurden verletzt.

Aus Ermittlerkreisen heißt es, dass man auch die abgetrennte Hand des Täters gefunden habe, die noch ein Kabel hielt. Eine zweite Bombe, versteckt in einem Feuerlöscher in einer anderen Metro-Station, konnte rechtzeitig entschärft werden.

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Ob die Wahl des Zeitpunktes und des Ortes zufällig war, wird weiter ermittelt, denn auch der Präsident hielt sich während des Anschlages in #St. Petersburg auf.

Spekulationen versteifen sich auf 3 Theorien

  1. Der Anschlag galt Präsident Putin persönlich.

  2. Es waren Tschetschenische Terroristen und es sind weitere Täter auf der Flucht. So zum Beispiel jener, der die zweite Bombe in dem Feuerlöscher deponiert hat.

  3. Der Anschlag steht in direktem Zusammenhang mit dem russischen Engagement in Syrien und der Täter kommt aus dem Umfeld des IS.

Präsident Wladimir Putin, der am Abend rote Rosen an der Metro-Station Technisches Institut abgelegt hatte, wird über alle Entwicklungen persönlich informiert, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Die Öffentlichkeit muss auf diese Informationen vermutlich wesentlich länger warten. So werden sich wohl in den nächsten Tagen auch weiterhin die üblichen „Terrorismusexperten“ die medialen Klinken in die Hand geben und möglichst richtungsbreit spekulieren.

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