Das bisher besterhaltenste #Fossil eines gepanzerten Sauriers wurde bereits 2011 im kanadischen Alberta entdeckt. Shawn Funk fand bei der Minenarbeit in der Millenium Mine ein Material, welches um ein Vielfaches härter war, als das übliche Gestein, durch das sich die Maschine tagtäglich grub. Er zog seinen Vorgesetzten Mike Gratton hinzu und beide rätselten über die walnussbraunen Steine, bevor sie einen davon umdrehten und ein seltsames, gleichmäßiges Muster an hellbraunen Kreisen vorfanden. Glücklicherweise waren die beiden umsichtig genug, sodass dieses Gestein nicht einfach nur auf die eine oder andere Art und Weise beseitigt wurde – es stellte sich so als geschichtsträchtiger Fund heraus – eine rund 112 Millionen Jahre #Dinosaurier-Mumie.

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Aufbereitung dauerte Jahre

Die Firma Suncor, bei der die beiden angestellt waren, informierte umgehend das Royal Tyrrell Museum. Donald Hendersen, der Kurator der Dinosaurier vor Ort und Darren Tanke, ein seit langem beschäftigter Techniker, machten sich direkt auf den Weg nach Alberta. Zusammen mit Suncor-Mitarbeitern schlugen sie das Gestein in 12 Stunden Schichten ab, bis sie einen 6,8 Tonnen schweren Klotz gelöst hatten, der den Dinosaurier enthielt. Bedauerlicherweise ist dieser beim Anheben zerbrochen, sodass nur Einzelteile im Museum ankamen. Über 5 Jahre, in mehr als 7000 Arbeitstunden, trennte Fossilienpräparator Mark Mitchell den versteinerten Pflanzenfresser, der 5,4 Meter lang ist und 1,1 Tonnen wiegt, sorgfältig vom umliegenden Gestein und setzte ihn in mühsamer Kleinstarbeit wieder zusammen.

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Meeresmineralien konservierten ihn

Gewöhnlich finden Forscher nur Skelette von Dinosauriern vor, da sich alles andere zu schnell zersetzt. Der Nodosaurus ist durch gewisse Umstände allerdings so gut erhalten, dass die Haut, die stacheligen Panzerschuppen, die bis zu 50 Zemtimeter lang sind und sogar der Mageninhalt immer noch vorhanden sind. Das besterhaltenste Fossil, das jemals gefunden wurde, könnte es deswegen sein, weil der Saurier womöglich in einem Fluss verendete und ins Meer hinausgetrieben wurde. Meeresmineralien am schlammigen Grund konservierten ihn und gaben ihn erst Millionen Jahre später wieder frei, als aus dem Meer Land geworden war und Maschinen den umliegenden Ölsand in der Mine bearbeiteten. Heute ist der Nodosaurus, der so gut konserviert und präpariert worden ist, dass er beinahe wie eine Statue aussieht im Tyrrell Museum im kanadischen Drumheller heimisch und kann dort bewundert werden. „Wir haben nicht nur ein Skelett, wir haben einen Dinosaurier – so, wie er wirklich war“, so Caleb Brown vom Royal Tyrrell Museum zu „National Geographic“.