Schein oder nicht Schein – Was ist hier die Wirklichkeit?

Information ist nicht nur in der Kommunikationstechnologie von Bedeutung sondern auch in der Naturwissenschaft ein unerlässliches Element - So z. B. in der Quantentechnologie. Doch auch für die Entwicklung von physikalischen Erklärungsmodellen bezüglich des Aufbaus des Universums liefern die Quantenzustände wichtige Ergebnisse. Nach einigen Erklärungsmodellen der Realität definiert man sogar Information als eine Art immaterielle, universelle Komponente oder Kerngröße.

Informatiostheoretische Modelle in Nussschale

Die theoretischen Überlegungen zur Information als universeller Baustein fußen auf der Arbeit des deutschen Physikers und Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker.

Werbung
Werbung

Seine „Ur-Theorie“, besagt, dass jede Erscheinung von der einfachsten bis zur komplexesten in ihrer letzten Beschaffenheit aus zwei (binären) Bausteinen besteht - nämlich 0 oder 1; weiter assoziiert ja oder nein. Demnach soll Materie auf Informationen gründen.

Neben dem israelischen Physiker Jacob Bekenstein, der für sein Berechnungsmodell des Informationsgehalts von Protonen die Entropie (Streben nach Unordnung in Systemen) als gleichsetzbare Komponente mit der Information auswählte, knüpft ebenso der Physiker Thomas Görnitz an dieser Grundidee an. Er verband die Urtheorie mit der allgemeinen Relativitätstheorie (von Dichte und Radius des Universums schloss er auf die Entropie des Gesamtuniversums und der darin vorhandenen Anzahl von Nukleonen und Protonen) und erschuf ein kosmologisches Modell.

Werbung

Der Wiener Physiker Anton Zeilinger weist der Information die Rolle des fundamentalen Kreators zu und geht soweit mit seiner Behauptung, dass sogar die gesamte Wirklichkeit von einer immateriellen Komponente durchwoben ist. In der Quantenphysik ist nämlich die Information - im Gegensatz zu der Welt der sichtbaren Erscheinungen – nicht von sekundärer sondern primärer Gültigkeit. Das Resultat des Doppelspaltexperiments weist eindeutig darauf hin, dass das Verhalten der Teilchen von der Aufzeichnung des Messgeräts verändert wird. Nun kann man resümieren, dass durch die Anwesenheit eines bewussten Beobachters (in dem Fall der messende Detektor) das Teilchenverhalten anders ausfällt als bei der Abwesenheit eines Beobachters. Nach Zeilingers Modell kreiert das die Informationen beinhaltende Bewusstsein/Geist die Realität, die nach ihrer Beschaffenheit einer virtuellen gleichkommt. So gesehen sind Materie und Information ineinander verwoben, wobei der Materie nach dieser Auffassung die sekundäre Rolle zugewiesen werden kann.

Werbung

Denn wenn man Materie in ihre letzte Beschaffenheit aufteilt, bleiben die kleinsten Elementarteilchen die allerletzten Bausteine, die die geringsten Anregungsstufen bestimmter Felder bilden, übrig. An diese Erkenntnis der theoretischen #Physik kann nun das alte Wissen über die Akasha-Chronik anknüpfen.

Die Akasha-Chronik als Ergänzung zum Informationsmodell der Realität

Die Idee, dass unsere Realität die Projektion einer tieferen primären geistigen Realität ist, findet man in den alten indischen spirituellen Traditionen. Der Begriff Akasha (Sanskrit: Himmel, Raum, Äther) beschreibt eine immaterielle Ebene, eine Art Informationsfeld oder Weltgedächtnis, in dem alle Informationen der materiellen Manifestationen und deren Potenziale vorhanden sind – sowie alle Ereignisse, Erfahrungen aus der Zukunft und der Vergangenheit. Zugang zu dieser Ebene findet der Mensch durch höhere Bewusstseinszustände. Ebenso in diese Richtung ging auch die Theorie des Psychologen C. G. Jung bzgl. des kollektiven Unbewussten und seiner archetypischen Bilder. Diese höhere Bewusstseinsebene (Feld oder universelles Bewusstsein) bildet nicht nur eine unerschöpfliche Quelle an Informationen, sondern sie ist auch die Begegnungsstätte des einzelnen menschlichen Bewusstseins. In diesem Zusammenhang gewinnt auch das Holographische Erklärungsmodell der Wirklichkeit an Gültigkeit, nach dem die sichtbare Realität die Projektionsbühne einer inneren geistigen kreierenden Wirklichkeit sein könnte.

Und so sage ich nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich.“ (Max Planck) #Forschung #Wissenschaft