Verbreitung der Reinkarnationslehre in Europa

„Die Ontologie des Materialismus beruhte auf der Illusion, daß man die Art der Existenz, das unmittelbar Faktische der uns umgebenden Welt, auf die Verhältnisse im atomaren Bereich extrapolieren könne.“ (Werner Heisenberg)

Die Idee der #Reinkarnation (lateinisch, Wiederfleischwerdung) wurde in unserer westlichen Welt durch die Verbreitung der spiritistischen Forschungsarbeiten des französischen Lehrers Alan Kardec (1804-1869, Schüler von Pestalozzi) bekannt. Der zentrale Punkt des Kardecianismus` ist die Seelenwanderungslehre. Durch das ausführliche Dokumentieren von medialen Botschaften arbeitete er die folgenden Thesen aus: Demnach kann der Mensch/Geist in zwei Daseinsformen existieren - In der physikalischen inkarnierten Form oder als nicht inkarniertes geistiges Wesen.

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Wichtig hierbei ist die Annahme einer Entwicklung der Geister/Seelen, die am Anfang ihrer Existenz als unwissend erschaffen wurden. Die Entwicklung erfolgt stufenweise und bezieht sich auf die seelisch-moralische Vervollkommnung des Menschen. Die Lernprozesse sind während der Inkarnationsphasen in der materiellen Welt effektiver als in den entkörperten Seinszuständen – demnach ein unerlässlicher Bestandteil zur höheren Entwicklung, wobei es keine Rückfälle höchstens Stagnation des jeweiligen Bewusstseinsstandes geben kann. Alan Kardec´s Werke (in 30 Sprachen übersetzt) bilden auch heute noch das Basiswissen der spiritistischen Lehre.

Was ist die Grundlage der heutigen Reinkarnationsforschung?

"Wenn einmal jemand in seinem Traum im Himmel gewesen wäre, und seine Seele zur Erinnerung eine Blume geschenkt bekäme, und wenn er erwachen würde, in seiner Hand mit der Blume - sag, was wäre dann?" (unbekannter Dichter)

Der bekannteste Forscher auf dem Gebiet war der amerikanische Psychiater Prof. Dr. Ian Stevenson (1918-2007), Leiter der Abteilung Perceptual Studies der University Of Virginia.

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Er begann seine Arbeiten zur Reinkarnationsforschung in den 50er Jahren. Seine Forschungsgrundlage bildeten dabei Kinder, die bereits sehr früh von früheren Leben erzählten. Stevenson dokumentierte mehr als 2500 Berichte, deren Wahrheitsgehalt er nachging und diese publizierte. Trotz seiner akribischen Forschungsarbeit und deren aussagekräftigen Ergebnisse berief er sich als empirischer Wissenschaftler stets darauf, diese Fakten als Hinweise wahrzunehmen, die jedoch auf das Überleben der Persönlichkeit, also auf die Reinkarnation deuten können.

Fallbeispiele

Stevenson ging zahlreichen Fällen nach und überprüfte die den Aussagen entnommenen Fakten auf deren Realitätsgehalt. Je mehr Übereinstimmungen er feststellen konnte, umso stärker wurde sein Wunsch diese eindeutigen Hinweise, die für die These der Reinkarnation sprechen, auch der #Wissenschaft zugänglich zu machen. In seinem Buch, “Reinkarnation – 20 überzeugende und wissenschaftlich bewiesene Fälle” stellt er diverse Fallbeispiele aus verschiedenen Ländern vor.

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Er stellte fest, dass Kinder meistens im Alter von 2 bis 5 Jahren über vergangene Leben sprechen, die aber später sehr leicht wieder vergessen werden können. Diese ganz frühen Erinnerungen, Berichte von Kindern sind daher sehr relevant, da sie noch über keinerlei historische Kenntnisse verfügen können. Erstaunliche Feststellung war die folgende: Bei circa der Hälfte der Fälle erfolgte der Tod des vorherigen Lebens gewaltsam. Die ehemaligen körperlichen Spuren des gewaltsamen Ablebens hinterließen auch im aktuellen Leben häufig Merkmale dieser früheren Verletzungen: in Form von Muttermalen, Narben oder Missbildungen. Die zahlreichen Übereinstimmungen zwischen den Berichten der Kinder und den ermittelten Fakten aus deren früheren Existenzen nahm er als Kriterien für eine erneute Verkörperung. Sein Argument lautete, dass nun nicht ausschließlich nur die Erbfaktoren und äußere Einflüsse die einzigen Verursacher für Missbildungen sein können. (43-70 % der Fälle ist aus med. Sicht nicht erklärbar).

Die aktuellen Studien zur Reinkarnationsforschung werden von Prof. Dr. Jim B. Tucker, Psychiater und Dozent an der Universität von Virginia im Bereich Wahrnehmungsforschung, fortgesetzt. Ähnlich Stevenson widmet er sein Augenmerk auf die Erlebnisberichte von Kindern. Wer Interesse an seinen seriösen Studien hat, findet sie unter dem angegeben Link in englischer Sprache: www.healthsystem.virginia.edu/DOPS (University Of Virginia - Scool Of Medicine) #Forschung