Tierschützer in Island haben eine großartige Idee entwickelt und mit großem Erfolg umgesetzt: Einen Big-Brother-Livestream, wobei es sich bei den Bewohnern um #Katzenbabys handelt. Das Kooperations-Projekt wird von der „Isländischen Katzenschutz-Gesellschaft“, dem isländischen Veterinäramt und dem isländischen Tierschutzbüro umgesetzt und überwacht. Die Katzen leben in einem übergroßen Puppenhaus mit vier Zimmern auf zwei Ebenen und einer Terrasse. Die Tiere bleiben hier für vier bis sechs Wochen, der Clou dabei ist, dass jedes Kätzchen, welches das Haus verlässt, gewonnen hat, nämlich ein gutes Zuhause. Doch die Vermittlung der Tiere ist nur die Sahnehaube, das wichtigste Ziel, worauf die Tierschützer hinaus wollen ist, dass Katzenbesitzer ihre Lieblinge sterilisieren oder kastrieren lassen, um der Katzenschwemme entgegen zu wirken.

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Auf den ersten Blick erscheint es wie ein Wunder, das dieses Ziel tatsächlich durch das Betrachten von zuckersüßen Katzenbabys erreicht werden kann. Aber es funktioniert und das nicht nur in Island sondern sogar weltweit.

Tierschutz mit den Kattarshians: Das Geheimnis des Erfolges

Zurzeit lebt Katzenmama Vanilla mit ihren fünf Katzenkindern, vier Jungen und ein Mädchen, im isländischen Katzen-Big-Brother-Haus. Als sie eingezogen sind, waren die Katzenbabys vier Wochen alt, wenn sie mit acht bis 10 Wochen ausziehen, dann dürfen sie sich von der Mutter selbstständig machen und in ein neues Zuhause ziehen. Es ist unfassbar, wie possierlich Grettir, Nói, Trítill, Tópas and Nóa sind. Schon wenn sie die Augen morgens öffnen und erst mal verschlafen durch die Welt gucken, sind die Zuschauer verzückt.

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Es dauert nicht lange, bis die fünf Kätzchen auf Betriebstemperatur kommen und dann geht es rund in Island. Unfassbar welche Power die kleinen Fellbündel haben. Es geht rauf und runter, drunter und drüber, Stunde um Stunde. Es ist eine riesige Freude das mit anzusehen, es ist aber auch eine Riesenfreude zu wissen, dass einfach abgeschaltet werden kann, wenn es genug ist. Hier mal eine Minute als Vorgeschmack:

Wie anstrengend die jungen Stubentiger sind, zeigt auch folgendes: Als das obere Stockwerk einige Zeit gesperrt war, forderten die Internet-Zuschauer das Stockwerk sofort wieder zu öffnen, damit Mama Vanilla einen Rückzugsort von ihren kleinen Haudegen hat. Vanilla ist übrigens eine großartige Katzenmama, darüber sind sich die Zuschauer einig.

In den sozialen Medien tauschen sich die Menschen aus der ganzen Welt über die #Kattarshians aus, wie dieses lustige Beispiel zeigt:

Die Wirkung beim Zuschauer ist enorm.

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Viele Katzenbesitzer denken, dass es in Ordnung sei, das eigene Tier zumindest einmal werfen zu lassen. Eine Einstellung, die Tierschützern die Haare zu Berge stehen lässt. Aber genau diese Katzenbesitzer werden mit den Kattarshians erreicht und die putzigen Katzenbabys leisten perfekte Überzeugungsarbeit. Hier finden Sie die Kattarshians: http://nutiminn.is/kattarshians/ Der Stream ist kostenlos, es gibt vier Kamera-Einstellungen. Zwei bis drei Stunden am Tag, wird der Stream unterbrochen, dann sind Menschen im Haus, versorgen die Katzen und reinigen die Zimmer.

Kommentar der Autorin

Was bei Keeping Up With The Kattarshians zu sehen ist, will ich mit einem Augenzwinkern mal so ausdrücken: Ein Wurf junger Katzen, das kann für nicht ganz so stressresistente Menschen bedeuten, acht Wochen Urlaub am Stück nehmen müssen, um die Tiere zu versorgen und hinterher die Wohnung renovieren, bevor es dann zur Erholung der Nerven in eine psychosomatische Kurklinik geht. Mein Tipp: Machen Sie mit befreundeten Katzenbesitzern gemeinsame Sache. Vielleicht lässt sich beim Tierarzt ein Rabatt rausschlagen.

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