Es ist jedes dieser einzelnen Schicksale, die die schreckliche Katastrophe im Hochhaus "Grenfell Tower" in London zu einem Stück Glück im Unglück machen. Aktuell spricht die #Feuerwehr von einem der schlimmsten Feuerwehreinsätze in der Geschichte Londons mit 12 Toten und dutzenden Menschen mit zum Teil schweren Verletzungen. Es wird mit noch einer weitaus höheren Zahl an Toten gerechnet. Unter den Menschen herrscht eine große Hilfsbereitschaft. Anwohner bringen Getränke, Bekleidung, Decken und Essen für die Einsatzkräfte und jene Menschen, die sich aus dem Feuerinferno retten konnten.

Im Hausflur war alles voller Rauch

Nun ist in der Nacht zum Donnerstag ein erstes Video aus dem Inneren des brennenden Hauses aufgetaucht.

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Eine Frau filmt dabei an ihrer Wohnungstür. Sie spricht sich offensichtlich mit einer anderen Bewohnerin ab. Vermutlich wollen sie verhindern, dass zuviel Rauch in die Wohnung beim Öffnen der Wohnungstür hineingelangt. Dennoch wollen sie Nachbarn, die möglicherweise auf dem Hausflur irren, in ihrer Wohnung Zuflucht gewähren. Beim Öffnen der Tür geben die Frauen lautstarke Klopfgeräusche von sich und rufen so laut sie können. Jemand rettet sich in die Wohnung. Im Hausflur gut sichtbar: Alles ist voller Rauch, man sieht die Hand vor Augen nicht.

Am Fenster rief die Frau: "Allah!"

Teilweise haben wir die Gespräche gekürzt, weil die Angst auch aus den kurzen Sequenzen ausreichend erkennbar wird. In der nächsten Szene schauen die Frauen aus dem Fenster. Es ist der Moment, wo scheinbar noch nicht die Einsatzkräfte vor Ort waren, also unmittelbar um kurz vor 1 Uhr nachts Ortszeit in #london am 14.

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Juni. Zu diesem Zeitpunkt brannte zunächst die Ost-Fassade des Hauses. Immer wieder ruft die eine Frau "Allah". Da das Video erst am Morgen des 15. Juni öffentlich gemacht wurde, darf hoffentlich davon ausgegangen werden, dass die Urheber überlebt haben.

Unsere Autorin stellt das Video auf ihrem Twitter-Account zur Verfügung. Quelle: ArazaENT

Hinweis: Das folgende Video bei Twitter von unserer Autorin wurde in Teilen gekürzt, damit es nur begrenzt die Angst in der Situation zeigt. Die Veröffentlichung des Bildmaterials soll verdeutlichen, wie menschlich die Anwohner des betroffenen Hochhauses in der extremen Situation untereinander umgegangen sind. Die Autorin hat sich ganz klar gegen Bildmaterial entschieden, welches die Panik oder Verzweiflung der Bewohner zur Schau stellt. Dennoch empfehlen wir sensiblen Menschen, das hier eingefügte Video nicht zu schauen. Die Bilder könnten verstörend wirken. #Notarzt