Der Loa Loa Wurm ist ein fadenartiger #parasit-Wurm, der unter der Haut lebt und die Krankheit Loiasis hervorruft. Da er sich in vielen Fällen auch in den menschlichen Augen einnistet, wird er auch der “Augen-Wurm” genannt. Loiasis ist eine in Afrika weit verbreitete #Krankheit, die in insgesamt 11 Ländern anzutreffen ist. Mehrere Millionen Afrikaner sollen mit der Krankheit infiziert sein.

Es beginnt mit einem Bremsen-Stich

Loiasis wird von einer Bremsen-Art übertragen, die in Regenwäldern und warmen Sümpfen in Zentral- und Westafrika vorkommen. Alleine der Stich dieser Insekten ist für einen Menschen bereits ein schmerzvolles Erlebnis - was dann folgt dürfte aber noch unangenehmer sein:

Der Lebenszyklus eines Loa Loa-Wurms beginnt, wenn aus den über den Stich injizierten Larven unterhalb der menschlichen Haut ein Wurm erwächst.

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Dieser wandert durch Blutbahnen und kann sich auch in den Lungen einnisten. Am gefährlichsten ist das Auftreten des Parasiten im Kehlkopf - seinen Namen hat er jedoch erlangt, da er auch durch die Bindehaut des menschlichen Auges wandert. Ein ausgewachsener Loa Loa-Wurm kann dabei bis zu sieben Zentimeter lang werden - und im menschlichen Körper bis zu 17 Jahre überleben, wenn er unbehandelt bleibt.

Das Vorkommen des Parasiten im menschlichen Körpers kann u.a. durch Blutabnahme erfolgen.

Schwierigkeiten in der Therapie

Der Wurm als solches ist für den Menschen noch keine Gefahr - es kann jedoch in Verbindung mit anderen Krankheiten zu erheblichen Komplikationen kommen, da bei der Verabreichung bestimmter Medikamente (wie zum Beispiel eines Medikaments gegen “River Blindness" - einer weiteren, stark verbreiteten Krankheit) eine Kettenreaktion ausgelöst werden kann, die für den Patienten ernste Folgen haben kann.

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Bei der Therapie zerfallen die Würmer. Durch die dadurch entstehenden Zerfallsprodukte kann es zu lebensbedrohlichen Zwischenfällen kommen.

Die Behandlung ist medikamentös möglich. Ist der Wurm im Auge zu sehen, kann zusätzlich ein chirurgischer Eingriff helfen und der Wurm unter lokaler Betäubung entfernt werden. Im Internet kursieren eine Reihe von Videos, die diesen eher unappetitlichen Prozess dokumentieren und zeigen, wie der Parasit in Kleinstarbeit aus dem Auge des befallenen Wirtes entfernt wird. Alles in Allem wohl ein Urlaubs-Mitbringsel, auf das man getrost verzichten kann. #Gesundheit