Die meisten Menschen kannten John Wayne Gacy als einen freundlichen, zuvorkommenden Mann, der es liebte, Kinder zu unterhalten - auch weil er sich wiederholt bei Nachbarschafts-Veranstaltungen als sein Alter Ego “Pogo der Clown” verkleidet auftrat und für Unterhaltung sorgte. Diese vorteilhafte öffentliche Wahrnehmung sollte sich im Jahre 1978 für immer ändern. Zu dieser Zeit hatte er sich den zweifelhaften Namen “Der #killer-Clown” mehr als verdient.

Erste Warnzeichen

Die ersten Warnzeichen traten im Jahre 1964 auf, als er verurteilt wurde, zwei Minderjährige missbraucht zu haben. Gacy wurde verhaftet und verbrachte 18 Monate im Gefängnis.

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Als er freigelassen wurde, lagen die Scheidungspapiere seiner Frau bereits vor - Gacy zog nach Chicago, wo er auf einen Neustart hoffte. Das gelang auch zunächst: Er gründete ein erfolgreiches Bauunternehmen, war ein viel und gerne gesehener Gast in der lokalen Kirche, heiratete ein zweites Mal und leistete Freiwilligenarbeit unter anderem in der "Demokratischen Partei".

Während dieser Zeit organisierte er aufwändige Nachbarschafts-Feiern und verschaffte sich in seinem näheren Umfeld einen ausgesprochen guten Namen. Gacy wurde sowohl von Freunden, Nachbarn wie auch der lokalen Polizei respektiert.

Hinweise an die Polizei werden ignoriert

Im Jahre 1975 verschwand ein Teenanger, der für Gacy gejobbt hatte auf mysteriöse Weise. Seine Eltern drängten die Polizei, die Beziehung zu Gacy näher zu beleuchten, was jedoch verweigert wurde - nicht das letzte Mal, dass verzweifelte Eltern Verdachtsmomente äußern sollten und ignoriert wurden.

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Im Jahre 1976 wurde Gacys zweite Scheidung amtlich. Die neu gewonnene “Freiheit” nutzte er prompt aus: Gacy begann weitere junge Männer zu vergewaltigen und zu töten. Über eine Zeit von nur wenigen Jahren ermordete er insgesamt 33 Menschen. 29 von ihnen wurden schlussendlich im Keller seines Hauses gefunden.

Im Jahre 1977 meldete sich ein junger Mann bei der Polizei von Chicago und bat um Hilfe. Er gab an, dass er von Gacy entführt worden und sexuell missbraucht worden sei. Ein Bericht wurde erstellt - der jedoch ohne Folgen blieb.

Im darauffolgenden Jahr ermordete Gacy einen 15 Jahre alten Jungen der zu Gacys Haus gekommen war, um ihn dort um einen Job in Gacys Baufirma zu bitten. In diesem Falle wurde die Polizei tätig und durchsuchte Gacys Haus. Dort fanden sie u.a. Kinderkleidung, einen Ring mit Schulwappen und einige andere verdächtige Gegenstände. Nach einigen Nachforschungen konnte festgestellt werden, dass der Ring einem Teenager gehörte, der als vermisst gemeldet worden war.

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Sie konnten in der Nachbarschaft zudem Zeugen gewinnen, die Angaben, Gacy hätte sich spät nachts zwischen den Zeilen damit gebrüstet, über 30 Menschen umgebracht zu haben.

Geständnis lässt Ermittler erschaudern

Gacy wurde verhaftet - in seinem Keller wurden später die Leichen der jungen Männer gefunden. Nur weil er die Leichen unter seinem Haus verscharrt hatte, war es ihm überhaupt möglich gewesen, so lange unentdeckt zu bleiben. Im Polizeiverhör offenbarte sich das ganze Ausmaß von Gacys Werk. Seine Opfer köderte er immer wieder auf die gleiche Weise, indem er ihnen Arbeit auf seiner Baustelle in Aussicht stellte. Dann lud er sie ein, bei sich zu Hause zu übernachten. Dort angekommen, trank er mit seinen Opfern Alkohol und konsumierte Marihuana. Dann schnappte die Clownsfalle zu. Gacy zeigte seinen Opfern Bilder von sich als Clown und bot ihnen an, einen Zaubertrick mit Handschellen an ihnen zu demonstrieren. Sobald seine Opfer bewegungsunfähig waren, vergewaltigte er sie und beendete das grausame Ritual mit dem “Dreiknoten-Trick”, der darin bestand, eine Schlinge mit einer ausgefeilten Knotentechnik am Hals der Opfer immer enger zu drehen.

Diesem Spiel sollten bis zu seiner Verhaftung 30 Menschen zum Opfer fallen. Gacy versuchte während des Prozess auf Schuldunfähigkeit zu plädieren - eine Taktik, die nicht aufging. Er wurde zum Tode verurteilt und am 10 Mai 1994 durch eine Giftspritze hingerichtet - auch hier ging die Polizei nur sehr langsam vor: Die Hinrichtung dauerte 18 Minuten, da eine Kanüle verstopft war. #Mord #krimi