Die Horror-Farm am Ende der McCLung-Road - mit der Horrorgeschichte von den furchteinflößenden Morden der Belle Gunness wuchsen zahllose Kinder in LaPorte, im Bundesstaat Indiana auf. Der erschreckendste Teil dieser Erzählungen ist, dass die blutigsten Passagen Fakt und nicht Fiktion sind. Belle Gunness, die auch als die Schwarze Witwe von LaPorte bekannt wurde, war eine der berüchtigsten Serienmörderinnen und tötete im Laufe ihres Wirkens zwischen 25 und 30 Frauen, Kinder und Männer in den Jahren um 1900, die sie ausnahm und an ihre eigenen Schweine verfütterte.

Belle Gunness verließ ihre Heimat Norwegen im Jahre 1881 im Alter von 21 Jahren.

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Sie heiratete ihren ersten Ehemann Mad Sorenson drei Jahre später im Jahre 1884. Das Paar eröffnete einen kleinen Laden, der jedoch bereits ein Jahr später unter mysteriösen Umständen niederbrannte. Belle und Mads erhielten eine üppige Versicherungssumme. Das Ehepaar hatte zwei leibliche Kinder (Myrtle und Lucy) und ein adoptiertes Kind mit dem Namen Jennie Olsen.

Mads verstarb sehr jung - später fand man heraus, dass sein Todestag der einzige Tag war, an dem seine zwei Lebensversicherungen (er hatte eine alte gekündigt und eine neue abgeschlossen) sich überschnitten. Eine erste ärztliche Untersuchung durch einen Arzt legte eine Vergiftung durch das Gift Strychnine nahe. Aber der Hausarzt der Familie Sorenson widersprach und verlegte seine Diagnose auf Herzversagen. Belle zog bereits kurz nach dem Tod ihres Ehemannes auf eine große Farm in Laporte, am Ende der McClung-Road.

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Schon bald machte sie Bekanntschaft mit dem örtlichen Fleischer Peter Gunness und sie heirateten im Jahre 1902. Eine Woche nach der Hochzeit verstarb Peters Tochter, die damals noch ein Kleinkind war, während Belle auf sie aufpasste. Peter verstarb weniger als ein Jahr später, als schweres Gerät und ein Eimer kochendes Wasser vorgeblich versehentlich auf ihn fielen. Auch in diesem Fall ergab eine Untersuchung den Verdacht auf Strychninvergiftung - eine nähere Untersuchung wurde angesetzt.

Doch Belle war eine gute Schauspielerin. Aus diesem Grund - und weil es keine wirklich harten Beweise ihrer Tat gab, konnte sie erneut die Lebensversicherung ihres zweiten Mannes einbehalten. Sie war zu dieser Zeit bereits schwanger geworden und gebar im Jahre 1903 ihren Sohn, Philip Gunness.

Kontaktanzeige lockt Opfer ins Netz

Schon bald hatte sich die “trauernde” Witwe von ihrem Schock erholt. In der lokalen Zeitung gab sie unter den Kontaktanzeigen folgende Anzeige auf: “GESUCHT: EIne Frau, die eine wunderschön gelegene Farm in hervorragendem Zustand ihr Eigen nennt, sucht einen verlässlichen Partner, der diese Farm mit ihr gemeinsam bewirtschaften möchte.

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Es wird ein wenig Geld benötigt; im Gegenzug wird eine erstklassige Absicherung für den Lebensabend geboten.”

Zahlreiche Männer meldeten sich auf diese Anzeige und reisten nach La Porte um Belle zu treffen. Im Dezember 1907 war Andrew Helgelien, ein Junggeselle aus South Dakota, einer der ersten dieser Männer und tauschte Briefe mit der schwarzen Witwe aus. Im Januar 1908 erhielt er einen leidenschaftlichen Brief als Antwort zurück, der mit dem seltsamen Satz endete “Komm vorbereitet und bleib für immer” endete. Andrew ließ in der Folge alles stehen und liegen und machte sich auf, Belle zu treffen. Er verabschiedete sich hastig von seiner Familie. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, dass sie ihn lebendig sahen.

Grauenhafte Entdeckung

Am frühen Morgen des 28 April, zerstörte eine Feuer die Farm, auf der Belle lebte. Als die Überreste abgekühlt waren, fanden die Ermittler die Knochen von vier Menschen, von denen sie annahm, dass es sich um Belle und ihre drei Kinder handele.

Die Behörden glaubten zunächst, dass Belle Gunness unschuldig am Brand war. Als jedoch Asle Helgelien in La Porte eintraf, um nach ihrem Bruder Andrew zu suchen, der so stürmisch aufgebrochen war, wendete sich das Blatt. Die Behörden untersuchten daraufhin das Farmgelände und fanden die Knochen von zumindest 11 Menschen, darunter Kinder und Frauen.

Belles Zahnarzt bat sich an, Belles Kopf zu identifizieren - auf Basis der gefundenen Zähne traf er die Aussage, dass es sich bei dem Körper tatsächlich um Belle handelte.

Was das Feuer betraf, so wurde schnell ein Verdächtiger gefunden: Ray Lamphere, seines Zeichen Aushilfsarbeiter auf der Farm, wurde beschuldigt, das Feuer gelegt zu haben. Im November 1908 wurde Lamphere für schuldig befunden. Lamphere verstarb wenige Jahre später. Noch auf dem Todesbett gab er an, nicht in die Morde verwickelt gewesen zu sein, wohl aber geholfen zu haben, die Körper zu entfernen. Lamphere schilderte darüber hinaus in größerem Detail, was den Opfern von Belle widerfahren war:

Belle lockte ihre Opfer über Kontaktanzeigen auf die Farm. Ihre Opfer lud sie zum Essen ein und verabreichte ihren Opfern ins Essen gemischtes Strychnine. In einigen Fällen erschlug sie ihre Opfer auch mit einem Fleischklopfer. Belle ging dann anschließend dazu über, ihre Opfer auszunehmen und die Innereien an ihre eigenen Schweine zu verfüttern. Bis heute geht die Polizei davon aus, dass Gunnes auf diese Weise zwischen 25-30 Männer getötet haben könnte.

Lamphere gab darüber hinaus an, dass ihn Belle Gunness nach Chicago ausgesendet habe, um eine Frau von ähnlicher körperlicher Größe und Statur zu finden. Lamphere kam mit einer Frau zurück, die er unter dem Vorwand gelockt habe, sie könne als Dienstmädchen arbeiten. Gunnes habe diese Frau ebenso getötet.

Die Wiederauferstehung

Viele Leute glauben, dass die Behörden die Ermittlungen falsch geführt haben und Ermittlungsfehler begingen. Insbesondere der Fakt, das Belle nach einem Body-Double gesucht habe, legte den Verdacht nahe, dass es nicht ihre Überreste, sondern die des Hausmädchen waren, die in den Flammen vernichtet wurden. Immer wieder gab es Meldungen, wonach Belle Gunness gesichtet worden sein sollte - zuletzt im Jahre 1931. In Chicago wurde eine Frau namens Esther Carlson, die eine bestechende Ähnlichkeit mit Belle hatte, in Chicago vor Gericht beschuldigt , ihren Mann mit Strychnin vergiftet zu haben. Der Fall wurde umso verdächtiger, da die Frau im selben Alter war, wie Belle, hätte sie weiterleben können. Ebenso gab es vor dem Jahre 1908 keinen aktenkundigen Vermerk von Carlsons Existenz.

Das Rätsel, ob es sich bei Esther Carlon um Belle Gunness handelte, konnte bis heute nicht final beantwortet werden. 2007 untersuchte ein Team von Forensikern das Grab von Gunness. Doch sie konnten aufgrund der bis dahin vergangenen Zeit keine finale Antwort geben, ob Belle nach ihren Morden im Jahre 1908 ihre Mordserie über Jahre weiter fortsetzen konnte.

Eine Entdeckung machten die Forscher jedoch - und sie ließ ihnen das Blut in den Adern gefrieren. Im Sarg von Belle fanden sie nicht nur Knochen einer Frau, sondern auch die Überreste weiterer Kinderleichen. Auch im Jahre 2007 also, mussten der Opferliste der Belle Gunness weitere Namen hinzugefügt werden. #Mord #killer #leiche