Robert Pickton war ein schweinereicher Mann - genau gesagt, war er mit Schweinen reich geworden. Mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb hatte er mehrere Millionen verdient. Sein Wohlstand ließ ihm Raum für ein zweifelhaftes Hobby: Pickton brachte zwischen sechs und 50 Prostituierte um, zerlegte ihre Körper, um sie anschließend an seine Schweine zu verfüttern.

Das Vorgehen war dabei immer das gleiche. Pickton fuhr in den übelsten Bezirken von Vancouver in seinem Auto herum, bat Prostituierte, in sein Auto zu steigen und fuhr sie zu seinem Schweine-Bauernhof, wo er ihnen Geld und Drogen versprach. Statt seine Versprechen einzulösen, ermordete er seine Opfer kaltblütig.

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Seine Opfer wurden im Holzzerteiler vernichtet

Pickton beließ es nicht dabei, seine Opfer anschließend in seinem Schweinestall zu entsorgen. Er behielt einige Andenken: Köpfe, Hände und Füße seiner Opfer wurden in Kühltruhen gefunden, die auf seinem gesamten Hofgelände aufgestellt worden waren.

Er gab in späteren Vernehmungen zudem an, er habe andere Teile seiner Opfer, die seine Schweine verschmäht hätten, in einem Holzzerteiler geschreddert und entsorgt. Auch ergaben spätere Ermittlungen, dass er Überreste seiner Opfer zusammen mit Schweine-Teilen wie Blut und Knochen zu einer Tierverwertungsanstalt gegeben hatte, wo sie als Grundlage für Shampoo und Lippenstift dienten und wohl auch im freien Handel verkauft wurden. Pickton gab an, einen Lustgewinn daraus zu erzielen, seine Taten auf diese Weise in die ganze Welt hinaus zu tragen.

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Killer hätte gestoppt werden können

Ein erschreckendes Detail der Geschichte: Pickton konnte nur deshalb so lange sein Unwesen treiben, da die Polizei sich lange Zeit weigerte, Ermittlungen aufzunehmen. Zu einfach war die Erklärung, das Verschwinden der Frauen habe schlicht und ergreifend mit ihrem Drogenkonsum zu tun. Diese Überzeugung ging sogar soweit, dass ein Ermittler suspendiert wurde, weil er nicht nachließ, zu vermuten, dass die Taten auf einen Serienmörder zurückgehen könnten.

Erst als ein Angestellter von Pickton bei der Polizei vorsprach und Pickton schwer belastete, wurden die Behörden aktiv. Die nachfolgenden Untersuchungen deckten das ganze Ausmaß seiner Taten auf - und Pickton wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Öffentlichkeit war nicht nur über die Kaltblütigkeit des Mörders erschrocken, sondern auch über die Tatsache, dass wahrscheinlich menschliches Fleisch in Nahrung und Kosmetik gelangt war.

Die lapidare Erklärung der Behörden: Schweinefleisch würde üblicherweise sehr heiß verkocht - es sei daher unwahrscheinlich, dass Krankheiten der Prostituierten übertragen worden seien. #Mord #Mörder #killer