Carl Tanzler behauptete, seine Seelenverwandte sei ihm in einem Traum erschienen, als er ein Kind gewesen sei. Er habe - so Tanzler - das Gesicht der Frau prophezeit bekommen, die seine einzig wahre Liebe sei. Tanzler beließ es nicht bei einer Träumerei. Das Bild seiner Traumfrau nahm er mit ins Erwachsenenleben. Sogar nachdem er geheiratet hatte und zwei Kinder bekommen hatte, hielt er an dem Glauben fest, seine Traumfrau würde immer noch darauf warten, von ihm gefunden zu werden.

Im Jahre 1930 arbeitete Carl als Radiologe in einem Militärkrankenhaus in Key West. Dort traf er die Patientin Maria Elena Milagro de Hoyos, eine kubanisch-amerikanische Frau, deren dunkle Haare und Gesichtszüge laut Tanzler mit denen seiner Traumvision übereinstimmen.

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Carl Tanzler entwickelte sofort eine Obsession und umwarb die junge Frau - die Sache hatte nur einen Haken: Bei Hoyos war Tuberkulose diagnostiziert worden, zu einer Zeit, als eine Behandlung noch nicht möglich war.

Kampf gegen den Tod

Tanzler versuchte alles medizinisch mögliche, um die junge Frau zu heilen, überschüttete sie während diese Zeit mit Geschenken und versicherte ihr immer wieder seine unsterbliche Liebe.

Doch all diese Bemühungen führten nicht zum Ziel und Hoyos erlag ihrer Krankheit. Sie wurde in einem Mausuleum in Key West beigesetzt. Für die Beisetzung bestritt Tanzler die Kosten und besuchte die Grabstätte täglich.

Tanzler behauptete, dass er Elenas Voice aus dem Grab hören könne. Sie würde ihn nachts rufen und ihn anflehen, sie aus ihrem Steingrab zu befreien. Eines Nachts im Jahr 1933 trug er dieser Bitte Rechnung.

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Er entführte ihren Leichnam aus dem Mausoleum und transportierte sie in einem Kinder-Bollerwagen zu sich nach Hause - wo eine Obsession immer wildere Blüten trieb: Mit Hilfe von Kleiderbügeldraht flickte er die Leiche behelfsmäßig zusammen, setzte ihr Glasaugen ein, ersetzte die verrottete Haut mit einer wachsartigen Substanz, stopfte den Körper aus und erstellte aus ihren Haaren eine Perücke.

Die menschliche Puppe wird erstellt

Die so entstehende menschliche Puppe steckte er in Elenas Kleider und platzierte sie im eigenen Bett. Um die Begleitumstände der Verwesung zu überdecken, setzte er gewaltige Mengen von Desinfektionsmitteln und Parfüms ein.

Sieben Jahre später gelangten die Details seiner Taten an die Öffentlichkeit. Es wurde spekuliert, dass Carl mit dem Leichnam sexuelle Beziehungen begonnen hatte und er wurde wegen Grabschändung angeklagt. Da die Tat jedoch bereits verjährt war, wurde er nicht vor Gericht belangt.

Die bizarre Geschichte von Karl und seiner Leichenbraut verbreitete sich schnell und wurde zu einer urbanen Legende unter den Bürgern von Key West.

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Elenas ausgestopfter Leichnam wurde in einem örtlichen Bestattungsunternehmen kurzzeitig ausgestellt, bevor er wieder an die Stelle zurückgeführt wurde, an der Carl Tanzler ihn Jahre zuvor entwendet hatte.

Liebe über den Tod hinaus

Carl Tanzler erstellte, nachdem ihm die Leiche entwendet worden war, aus Kleidungsstücken und Wachsabdrücken, über die er noch verfügte, eine Ersatzpuppe, die er bis zu seinem Tod weiterhin in seinem Bett platziere.

Als Tanzler 1952 verstarb, berichteten Anwohner, Tanzler sei in den Armen der Puppe gefunden worden. #Horror #makaber #true crime