Zurzeit sorgt die phantastische Arbeit der BILD-Reporter Kai Feldhaus und Christian Spreitz für Furore. Sie besuchten persönlich die „#Insel der Virusaffen“ im afrikanischen Liberia. Dabei gelang ihnen in Wort, Bild und einem unbedingt sehenswerten Film eine überzeugende Dokumentation, die die absolut unwürdige Grausamkeit der unmenschlichen Tierversuche entlarvt. Und sie fanden einen großartigen Helden des Tierschutzes: Den 57-jährigen Liberianer Joseph Thomas.

Mitten im Dschungel von Westafrika hatte eine Blutbank, das „New York Blood Center“, 1974 ein Tierversuchslabor eröffnet und nahm dort 30 Jahre an rund 500 Schimpansen Versuche mit Viren und Impfstoffen vor.

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Die örtlichen Tierschutzgesetze ließen den „Forschern“ dabei fast völlig freie Hand. Wildlebende #Affen wurden gefangen und so schrecklich misshandelt, dass nur 63 Tiere diese Tortur und den Bürgerkrieg überlebten.

Mehr als 100 Operationen

Am Beispiel des 41-jährigen Affen Bullet, der dieser Folter 25 Jahre ausgesetzt war, zeigen die Reporter auf, was das bedeutet. Laut den Labordokumenten war Bullet 500 mal betäubt worden, ihm wurden Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Viren injiziert, aus seiner Leber werden Proben geschnitten, insgesamt wurden über 100 Eingriffe an Bullet dokumentiert.

Als die Blutbank die Versuche beendete, setzte sie die überlebenden Affen auf einer kleinen, bewaldeten Insel ohne Nahrung und Trinkwasser aus. Wegen den Viren, mit denen sie infiziert wurden, dürfen sie nicht mehr mit anderen Affen in Kontakt kommen.

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Von 2005 bis 2015 finanzierte die Blutbank noch Tierpfleger, die den Affen jeden zweiten Tag Futter und Wasser brachten, dann stellten sie jegliche Unterstützung ein.

Tierpfleger mit riesigen Herzen

Doch obwohl sie nicht mehr bezahlt wurden, ließen die liberianischen Tierpfleger die Schimpansen nicht im Stich und versuchten sie notdürftig weiter zu versorgen, was aber anhand der riesigen Kosten unmöglich war. Joseph Thomas, der seit 1978 die Affen gepflegt hatte, wandte sich an ausländische Ärzte, die wegen der Ebola-Epidemie in Liberia waren. Die Ärzte wiederum alarmierten Tierschützer, die neben dem Geld für Futter und Wasser das Tierarzt-Ehepaar Jim und Jenny Desmond auf die Insel schickte.

Sie habe schon vorher schlimme Dinge erlebt, weil sie für den Tierschutz tätig gewesen sei, aber etwas so Schreckliches habe sie noch nie gesehen, sagt Jenny Desmond. Die Affen seien so ausgehungert gewesen, dass ihnen die Rippen herausgestanden hätten und die Haut wie Lappen herunter gehangen habe. Sie seien auf das Boot zugerannt und hätten sich um das Futter geprügelt.

Inzwischen habe die Blutbank, dank dem öffentlichen Druck, sechs Millionen Dollar zugesagt, die gleiche Summe müsse noch einmal aufgebracht werden, um den Tieren bis zu ihrem Lebensende ein würdiges Dasein zu ermöglichen. #Virus