Am 13 November 1974 tötete Ronald DeFeo Jr. sechs Mitglieder seiner Familie. Der Tatort: 112 Ocean Avenue im kleinen Vorort Amityville. DeFeo Jr. sollte später angeben, Stimmen in seinem Kopf hätten ihn dazu bewegt, seine Eltern und Geschwister im Schlaf zu töten. DeFeo wurde 1975 wegen Mordes verurteilt.

Nur wenige Monate nach den Ereignissen zog das Ehepaar George und Kathy Lutz in das Haus in der Ocean Avenue ein, dass sie für etwa 80.000 Dollar erworben hatte. Die grausamen Ereignisse, die sich dort ereignet hatten, hielten sie nicht vom Kauf ab. Nur 28 Tage später flohen sie aus dem Haus. Bereits vorher hatten sie einen katholischen Priester um Hilfe gebeten.

Werbung
Werbung

Er habe das Haus gesegnet. In dem Moment, in dem er Weihwasser versprenkelt hätte, hätte ihn eine männliche Stimme angewiesen, das Haus sofort zu verlassen.

Die Familie sollte später angeben, Zeuge einer Reihe furchtbarer Ereignisse geworden zu sein. George Lutz wachte jede Nacht um 3.15 Uhr auf - der Zeitpunkt, zu dem sich das Massaker ereignet hatte. Ihre Kinder wachten jeden morgen in der Position auf, in der die Leichen der Familie DeFeo gefunden wurden. Die erst 5-jährige Tochter der Familie gab an, Kontakt mit einer imaginären Freundin aufgenommen zu haben. Nach der äußerlichen Erscheinung der Freundin gefragt, schilderte die Tochter ein Schwein mit roten Augen. Im Winter 1975 entdeckte George Lutz nach eigenen Angaben im Schnee Tierspuren, die tatsächlich dem eines Schweines ähnelten.

Werbung

Die Familie harrte bis zum 14. Januar 1976 im Haus aus - dann ereigneten sich im Haus nach Angaben der Lutz-Familie Dinge, über die die Familie bis heute nicht im letzten Detail gesprochen hat. Sie flohen schließlich zu Freunden und weigerten sich, das Haus erneut zu betreten.

Die Ereignisse wurden schließlich von der Autorin Jay Anson ausführlich dokumentiert. Sie interviewte die Familie Lutz und dokumentierte diese Gespräche in 45 Stunden Tonbandaufnahmen. Das aus diesen Gesprächen resultierende Buch “The Amityville #Horror” verkaufte sich millionenfach.

Die daraus resultierende Berühmtheit führte zu zahlreichen Gerichtsprozessen. So behauptete unter anderem der Anwalt der Ronald DeFoe vor Gericht vertreten hatte, dass er sich die Ereignisse gemeinsam mit George Lutz ersonnen hätte und verlangte Beteiligung an den Einnahmen, die aus der fragwürdigen Berühmtheit der Geschichte resultieren. Auch Ronald DeFoe Jr. sollte später seine Aussage widerrufen, Stimmen hätten ihn dazu bewegt, seine Familie zu ermorden. Die Lutz-Familie blieb bei ihrer Version der Geschichte, auch wenn viele ihrer Schilderungen von Experten immer wieder in Frage gestellt wurden.

Endgültig geklärt werden die Ereignisse wohl nie - fest steht aber, dass sie bis heute die Gemüter erregen und für schlaflose Leser des Buches sorgen. #Paranormal #grusel