Mit dem Flüchtlingsstrom sind Mohammad N. (27) und Adil E. (35) nach Deutschland gekommen und wurden in einer Flüchtlingsunterkunft im Oberbergischen Lindlar untergebracht. Doch schnell versetzten die Männer die Menschen des Ortsteils Frielingsdorf in Angst und Schrecken. Besonders schlimm soll es einen Mitbewohner der Asylunterkunft getroffen haben. Selbst der Sicherheitsdienst konnte dem Opfer nicht helfen, weil N. und E. in ihrer brutalen Raserei nicht zu stoppen waren.

Prozessauftakt am Landgericht

Seit heute müssen sich die Männer vor dem Kölner Landgericht wegen versuchtem Totschlag und vieler weiterer Körperverletzungsdelikte verantworten.

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Zumeist in und vor Gaststätten sollen die Männer zugeschlagen haben. Dabei waren sie entweder alleine oder mit anderen Mittätern unterwegs. So hatte E. zum Beispiel in einer Gaststätte die Gäste angepöbelt. Als der Wirt daraufhin E. aufforderte das Lokal zu verlassen, soll E. ihm brutal ein Glas in das Gesicht geschlagen haben. In einem anderen Fall soll ein Behinderter mit seiner eigenen Krücke geschlagen worden sein.

Sogar Polizei kriegt Prügel

Einem anderen Opfer wurde mit dem Tod gedroht: "Ich hole jetzt mein Messer, dann bringe ich dich um." Selbst die Polizei hatte schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Als einer der Männer anhaltend nachts auf der Straße randalierte, hatten die Anwohner die Polizei gerufen. Die Beamten sollen, laut Staatsanwältin, geschlagen, getreten, gebissen und angespuckt worden sein.

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Im Krankenhaus landete ein Mitbewohner der beiden Männer. Diese schlimmste Tat sollen die beiden Angeklagten gemeinsam begangen haben. Zunächst hatten sie eine Auseinandersetzung mit ihrem Opfer und nahmen ihm seine Geldbörse, das Mobiltelefon, einen Ring und eine Goldkette ab. Dann schlug der Ältere dem Opfer brutal mit der Faust in das Gesicht. Der Hinterkopf des Opfers schlug gegen eine Aufhängevorrichtung für Feuerlöscher, es ging zu Boden.

Falsche Identitäten?

Doch dann soll die Raserei erst richtig losgegangen sein. Dem Opfer soll von oben der Feuerlöscher auf den Kopf geschlagen worden sein. Er soll mit Reizgas und einem Messer attackiert worden sein. Brutal und mit Anlauf soll er von den Angeklagten in Gesicht getreten worden sein. Die Tritte sollen immer weiter gegangen sein, vor allem gegen den Kopf und die Beine. Einer der mutmaßlichen Täter soll dabei Turnschuhe, der andere Stiefel getragen haben. Erst als sich die Polizei ankündigte, sollen die Angeklagten von ihrem Opfer abgelassen haben.

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Das Opfer erlitt zahlreiche Verletzungen, darunter ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Augenbodenbruch und einen Nasenbeinbruch.

Zur Sache und zur Person machten die Angeklagten keine Angaben. Allerdings erklärten sie, dass ihre Nationalitäten falsch seien. Adil E. gab an, jetzt doch kein Algerier zu sein, er sei Marokkaner. Muhammad N. wechselte nicht nur die Nationalität sondern auch den Namen. Er heiße Abdul und stamme nicht aus Syrien sondern aus Algerien. Der Prozess wird am Freitag mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt. #Gewalt #Landgericht #Identitäten